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Aosoth: Ashes Of Angels

Eine weiterer Qualitätsbeweis, was französischen Black Metal betrifft
Wertung: 8/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 45:36
Release: 27.11.2009
Label: Agonia Records / Twilight

Französischer Black Metal ist derzeit nicht nur mächtig angesagt, sondern hat vor allem qualitativ mit Bands wie Deathspell Omega, Merrimack oder Glorior Belli (um nur ein paar zu nennen) einige die besten und kreativsten Combos der aktuellen Schwarzwurzelszene zu bieten.

Auch Aosoth stammen aus dem Land des guten Weines und legen mit „Ashes Of Angels“ bereits ihr zweites Album vor. Die Band besteht aus lediglich zwei Mitgliedern: Bestial Satanic T, welcher für die Instrumente zuständig ist, und MkM, der für die Texte verantwortlich zeichnet und zudem seine Stimmbänder malträtiert. Allerdings hat man auch ein Line-up für Liveauftritte zusammengestellt und dass man in der Vergangenheit die Bühne bereits mit so illustren Namen wie Enthroned, Celestial Bloodshed oder Farsot teilte, ist ja nicht die schlechteste Referenz.

Was „Ashes Of Angels“ betrifft, so sind dessen Songs es zweifelsohne wert, auch live performt zu werden. Die technischen Fähigkeiten sind ganz klar herauszuhören und auch musikalisch weiß man weitestgehend zu überzeugen. Die Dissonanzen sind teilweise wirklich ultrafies und Raserei wird geschickt mit schleppenderen Passagen kombiniert. Das Paradebeispiel hierfür dürfte der an dritter Stelle stehende Track „Path Of Twisted Light“ sein, der nach den beiden ersten Stücken, „Songs Without Lungs“ und dem Titeltrack, bei denen vornehmlich aufs Gaspedal getreten wird, so etwas wie eine erste Verschnaufpause darstellt. Im Klartext: Das Ganze wird in langsamem Tempo und lediglich mit Gitarren begonnen und steigert sich sorgfältig durchdacht. Hierbei ist die schleppende Mainline im Bass regelrecht eingängig, während dazu herrlich böse und schräg klingende verzerrte Gitarren erklingen – dies allerdings funktioniert prächtig, genauso wie die zwischendurch eingefügte Blastbeatpassage.

„Teaching/Erasing“, das wiederum durch einen glänzenden Aufbau besticht, „Summon The Dead“, bei dem man sehr gut zwischen rasend schnellen und recht langsamen Passagen wechselt, wobei sich weitestgehend das gleiche Riffing durch beide Varianten zieht, was jedoch gerade den Reiz ausmacht, und „Cries Out Of Heaven“, das eine erneut erstaunlich eingängige Akkordfolge zu bieten hat, sind weitere Beispiele für das größtenteils sehr stimmige Songwriting.

Hinzu kommt außerdem eine wirklich kalte und bösartig klirrende Atmosphäre – nicht nur bedingt durch die Gitarren, die zwar typisch Black-Metal-mäßig klingen, aber durch die Verwendung mehrerer Spuren beweisen, dass hier nicht nur primitiv drauflosgeholzt wird, und eine Produktion, die genau angemessen erscheint, also die Balance zwischen rohem Undergroundfeeling und Differenziertheit schafft, sondern auch durch die Tatsache, dass die Stücke sehr gut nachvollziehbar ineinander übergehen. Pausen gibt es wenige, sodass man von der Stimmung der Platte schnell eingenommen wird.

Das unfassbar schnelle „Banished“ mag vielleicht nicht ganz an das Niveau des restlichen Materials heranreichen, genauso wie Aosoth sicherlich noch nicht die Klasse oben genannter Landsleute erreichen, aber das ändert nichts daran, dass „Ashes Of Angels“ ein insgesamt gelungenes Werk darstellt. Wozu man dann mit „Inner War“ noch ein Antaeus-Cover ans Ende der CD gepackt hat, ist allerdings eher etwas rätselhaft, denn bei dieser Gruppe ist MkM ohnehin zugange. Nichtsdestotrotz eine gute Scheibe.

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann