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Antichrisis: A Legacy of Love Mark II

Die Neuaufnahme des Albums hat sich definitiv gelohnt
Wertung: 7.5/10
Genre: Folk Pop
Spielzeit: 73:20
Release: 19.05.2006
Label: Edel Records

Dass die Liebe magisch, unberechenbar und wunderschön ist, darüber brauchen wir nicht reden. Dass die Überbleibsel dieser die gleichen Auswirkungen haben können, das beweisen Antichrisis in ihrer Neuaufnahme “A Legacy Of Love Mark II” beeindruckend.

Anfangs das Ein-Mann-Projekt von Sänger Sid, entwickelte sich Antichrisis schnell zu einer beachteten Newcomerband. Das erste Demo-Tape entstand 1996 in Zusammenarbeit mit Gastsängerin Willowcat, das gleich begeisterte und schließlich bereits im September zu einem Plattenvertrag mit Ars Metalli und dem Debütalbum “Cantara Anachoretta” verhalf. Eine eigenständige und unverwechselbare Platte, die die beiden in nur 14 Tagen einspielten.

Zwei Jahre später veröffentlichte Sid “A Legacy Of Love”, an das er 2005 mit “A Legacy Remains” anknüpfte. Um nun diesen inhaltlichen Zusammenhang wieder hervorzuheben, begann er 2006 mit der Neuaufnahme bei Reartone Records, unterstützt von Alexander May, Janes Bachmann, Tilo Rockstroh, Jens-Nils Kuge und natürlich der wundervollen Stimme von Katja Bartsch.

Eine Neuaufnahme, die sich wahrhaftig gelohnt hat. Die Aufnahmen bestechen durch ihre mitreißenden Klänge, aber auch durch eine Verträumtheit, die einen die Welt vergessen lässt. Wenn Katja in “Nightswan” ihre unverwechselbare klare Stimme erhebt und eine Hymne an ihre Liebe singt, kann man schon mal die Arbeit, den Stress und das schlechte Wetter vergessen.

Auch Balladen wir “Our Last Show”, langsam getragen von Keyboards, einem stetigen Drumtakt und fast unauffälligen Gitarren, stehen Antichrisis gut zu Gesicht. Auch hier ist Katja wieder die Hauptmelodieträgerin und meistert diese Aufgabe mit Bravour. Wo andere Sängerinnen mit der Höhe des Gesangs übertreiben und eher stören als unterstützen, wirkt Katjas Stimme eher mitreißend.

In “Baleias Bailando” wird man durch den Wechselgesang von Katja und Sid mehr an irischen Folkmusik erinnert, was wohl hauptsächlich an der Fertigkeit von May an den Flöten liegt - unwillkürlich entsteht das Bild des weiten wilden Landes vor dem inneren Auge.

Doch auch die anderen Musiker kommen in den Genuss der Aufmerksamkeit: So beginnen “Trying Not To Breath” und “Dancing In The Midnight Sun” langsam getragen vom Klavier und Sids rauer, trauriger Stimme. Zwischenzeitlich ein kurzes, stürmisches Aufbegehren durch Gitarre und Drums, dann fährt er fort mit seiner Anklage, sein Vertrauen gebrochen und ihn ausgenutzt zu haben.

Ähnlich traurig beginnt der Tanz in der Mitternachtssonne (“Dancing In The Midnight Sun”), doch irgendwie hat sich Sid hier im Ton vergriffen. Seine Stimme klingt eher quäkend und zerstört gänzlich die herrliche Atmosphäre, die das Klaviersolo am Anfang schuf. Auch der Refrain, in denen Katja unterstützt und den Gesang von Sid etwas schattiert, kann das Lied nicht retten. Schade eigentlich, da das Stück an und für sich eine wunderbare Ballade hätte werden können.

“A Legacy Of Love Mark II” beendet die Reise in die Traumwelt mit “The Farewell”, zu dessen Klängen Sid seinen Text schon fast erzählt und wieder einmal beweist, wie herrlich Melodie und Stimme harmonieren können. Einzig das Telefonsample am Ende sorgt für einige Verunsicherung, da es thematisch und stilistisch nun gar nicht in das Lied passt.

Was uns Antichrisis wohl damit sagen wollen? Dass sie gerne angerufen werden, oder...?

Die Neuaufnahme des Albums hat sich definitiv gelohnt - nicht nur für Fans der Band ein Muss.

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