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Anti-Flag: American Spring

Hier weiß man was man kriegt – also so ungefähr zumindest
Wertung: 8,5/10
Genre: Punk
Spielzeit: 40:36
Release: 22.05.2015
Label: Spinefarm Records

Seit 22 Jahren sind Anti-Flag nun schon im Geschäft. Zwar haben die Amis diesen gesamten Zeitraum über immer Punkrock gespielt, die Interpretation dieses Begriffes war in der Bandhistorie allerdings einigen Schwankungen unterworfen. Nach wilden, vor allem wütend-aggressiven Anfangsjahren, näherte sich das Quartett langsam aber kontinuierlich einem wesentlich melodiöseren Ansatz – von Kritikern auch gerne als massentauglich beziehungsweise kommerziell abgestempelt. Ihren Höhepunkt fand diese Entwicklung dann im 2008er Album „The Bright Lights Of America“. Mit dem wesentlich härteren Werk „The People Or The Gun“ folgte dann aber schon im darauffolgenden Jahr die Kehrtwende, sodass man so langsam kaum mehr weiß, was man nun von einem neuen Album der amerikanischen Punker erwarten darf.   

Nun, was „American Spring“ angeht, wählen die Kerle größtenteils mal wieder einen etwas versöhnlicheren, sprich melodiöseren Ansatz. So soft wie auf „TBLOA“ wird es dabei aber nicht – ihren Wurzeln sind sich die Amis nämlich noch immer deutlich bewusst. Das zeigt sich zum einen beim zweiten Track des Albums, in etwas sanfterer Ausführung aber auch auf „To Hell With Boredom“. Beide Songs hätten nämlich so auch getrost auf wesentlich früheren Alben zu finden sein können. Aber auch auf Titeln wie „Song For Your Enemy“, „Believer“ oder „Break Something“ trifft die Beschreibung soft nicht wirklich zu.

Auf „American Spring“ kommt aber auch die melodische Seite Anti-Flags nicht zu kurz: Die vorab veröffentlichte Single „Brandenburg Gate“, aber auch „Fabled World“, „Without End“ und ein Großteil der restlichen Songs zeichnen sich durch eingängige Refrains aus, die so schnell nicht mehr aus dem Ohr gehen.

Textlich bleibt alles beim Alten und dementsprechend größtenteils sozialkritisch. „Fabled World“ ist in dieser Hinsicht ein grandioser Opener, greift er doch gleich mehrere aktuelle Probleme auf. Der einzige Song bleibt er damit aber beileibe nicht – Anti-Flag haben immer noch einiges zu sagen.

Insgesamt könnte man „American Spring“ als eine gelungene Mischung der 20jährigen Bandgeschichte mit starker melodischer Schlagseite beschreiben. Wenn sie wollen, können die Amis noch so frech und rotzig klingen, wie sie sich der Welt in den 90ern präsentierten, irgendwo hat dann aber doch auch eine nicht abstreitbare Entwicklung im Sound der Band stattgefunden, die in mitreißenden Melodien und Ohrwurmrefrains resultiert. Zu sagen, „American Spring“ wäre die perfekte Mischung der beiden Extreme, wäre dennoch nicht richtig. Vielmehr ist das Album ein gelungener Kompromiss. Kompromiss, weil bei aller Eingängigkeit auf zu poppige Arrangements verzichtet wird und sowohl softere als auch härtere Songs auf der Platte vertreten sind. Gelungen, weil die Wurzeln des Quartetts immer wieder durchscheinen. Mal etwas deutlicher, mal etwas subtiler – aber immer omnipräsent.

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