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Antagonism: Digging Past Sounds

Da hat der "past sound" scheinbar die Oberhand gewonnen
Wertung: 5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 31:36
Release: 27.04.2012
Label: SG Records

Wenn man sich das Cover der neuen Antagonism-Scheibe so anschaut, könnte man eigentlich denken, es handle sich um eine Grunge-Scheibe aus den Neunzigern oder, wegen der monströsen Maschinerie, um Thrash aus dem Pott. Dabei kommt „Digging Past Sounds“ geradewegs aus dem Land des Stiefels und gespielt wird hier recht roher Death Metal, der allerdings fast bar jeglicher Spannung daherkommt. Einzig interessant und kontrovers sind die Titel: „Sick AIDS“ oder auch „Skinhunter Kill(ing)“ treiben dann schon recht befremdliche Wurzeln.

Zum Thema Backkatalog gibt es bei der Truppe noch nicht viel zu sagen, obwohl die Italiener bereits seit 2005 ihr Unwesen im Underground treiben. Zu mehr als einem Demo und einer Split mit mehreren Kollegen hat es aber bis dato noch nicht gereicht – mit dieser Dürre ist nun Schluss, bildet „Digging Past Sounds“ doch das erste Full-Length-Album des klassischen Vierers aus Gitarre, Drums, Bass und Sänger. Eine Herkulesarbeit liefern hier vor allem Gitarrist Marco und Sänger Marco (wer hätte es gedacht?) ab, die meist recht vergeblich versuchen, dem recht drögen Gebräu noch etwas Leben einzuhauchen. Das funktioniert zwar nicht auf der kompletten Länge von gerade einmal einer halben Stunde, einzelne Songs kommen aber nach mehrmaligem Hören doch ganz gut an.

„Poisoned Rats“ ist ein Beispiel dafür, dass Antagonism auch anders können, wenn man sie lässt. Obwohl sie mit dem italienischen Label SG Records nicht unbedingt einen unbekannten Partner haben, lässt die Produktion komischerweise zu wünschen übrig. Am Lautsprechersound kann es nicht liegen, denn sowohl am PC als auch auf der heimischen Anlage klingt „Digging Past Sounds“ etwas bröckelig – ob da die ausgebuddelten alten Sounds mit im Spiel sind? Bei „Poisoned Rats“ würde es tatsächlich passen, denn der Track klingt wie eine sehr old-schoolige Hardcoreproduktion, entpuppt sich aber als einer der besten Songs des Albums. Was das jetzt genau über die Scheibe aussagt, wird sich am Ende zeigen.

Da sieht der Opener „Skinnhunter Kill(ing)“ entgegen seinem drolligen Titel noch ganz anders aus, denn hier geht es so roh und kratzig zu, dass einem Hören und Sehen vergeht. So richtig geil ist das nicht, da zuckt der Finger auch schon mal Richtung Skiptaste. Im Folgenden plätschert alles ein bisschen durchwachsen an einem vorbei – es gibt nichts Nervigeres als eine CD, bei der man tausendmal zurückskippen muss, weil einem die Songs ums Verrecken nicht im Gedächtnis bleiben. Erst „Saturday Night Crash“ mit seiner deftigen groovenden Leadgitarre und den keifenden Vocals lässt einen wieder aufhorchen.

„Politicizzed“ lässt die Füße sachte mitwippen, bietet aber nichts, was man nicht schon zigmal besser gehört hätte. Einzig die über die Shouts gelegten tiefen Growls, die zeitweise eingestreut werden, bieten Gemetzel-Potenzial. Wenn man sich dann Tracks wie das im Refrain rasend schnelle und fiese „G-Hate“ anhört, das auch deutlichen Hardcore-Charakter hat, weiß man eigentlich gar nicht so recht, wo das Problem der Truppe liegt, denn abgesehen vom nicht optimalen Sound klingt der Track wirklich gut. Dass man das nicht von allen Stücken auf „Digging Past Sounds“ behaupten kann, ist ärgerlich, zumal technisch hier doch nicht gerade Hausmannskost geboten wird.

Man wird nicht so richtig glücklich mit dem Debüt der Italiener, es sei denn, man steht auf wiedergekäute und leicht sumpfige Death-Metal-Songs. Vor allem fragt sich der gemeine Hörer beständig, ob die Band einfach nicht besser kann oder nicht will, dabei sind wie gesagt technische Fähigkeiten durchaus vorhanden. Über die Halbzeit kommen die Herren damit nicht und „Digging Past Sounds“ wird sicherlich kein Selbstläufer im heimischen Musiktheater.

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