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Angie Damage: Nicotine Tongue

Der kalter Krieg war einmal
Wertung: 3/10
Genre: Wave
Spielzeit: 15:51
Release: 17.06.2007
Label: Intuition Records

Da ist eine Amerikanerin bei einem russischen Label unter Vertrag und macht Musik aus den 70ern bis 90ern – ob das bei dem geschichtlichen Hintergrund gutgehen kann? Angie Damage versucht dies mit der EP „Nicotine Tongue“ herauszufinden – angefangen mit „Poppa’s A Healer“:

Der Opener stellt eine gesunde Mischung aus Wave und Post Punk dar, die stark an The Verve, die Pixies, Clan Of Xymox oder auch an Sioxie And The Banshees erinnert. Als Basis des Songs dient eine monoton-markante Bassline, verbunden mit verschrobenen Gitarren-Riffs, die genug Platz lassen für den träge-melodischen Gesang und einige Synthesizer-Spielereien.

Der zweite Song, der Titeltrack „Nicotine Tongue“ ist noch minimaler gehalten als der Opener und stützt sich mehr auf elektronische Elemente, auch wenn die Bass-Spur hier noch deutlicher zum Ausdruck kommt. Leider muss man sagen, dass hier scheinbar ein Bruch im Mastering vorliegt – kam der erste Song noch klar und laut aus den Boxen, klingt dieses Lied viel leiser und man muss den Volume-Regler um einiges weiter aufdrehen.

„Talking In Circles“ ist mein persönlicher Favorit der CD – eine langsamere Ballade, keine penetrant-nervige Bassspur, sondern atmosphärische Synthesizer und auch der Gesang wirkt viel emotionaler und nicht mehr so träge und ermüdend wie am Anfang.

Beendet wird die EP mit „I Am The Engine“ – ein sehr elektronischer Song der jedoch sehr schnell langweilig wird, da der Beat extrem einfach ist. Melodie, Groove oder andere tolle Instrumentalisierungen vermisst man ebenfalls, letztendlich klingt es wie eine alte Mischung aus allem was man grade noch an Loops auf dem Rechner hatte.

Mir persönlich ist schleierhaft warum der erste Track so schön klar aus den Boxen kommt, während die letzten drei Songs so dumpf und leise klingen – schade eigentlich, besonders wegen der wirklich gelungenen Ballade „Talking In Circles“. An und für sich keine durchweg schlechte CD, aber wahrlich auch kein Meilenstein.

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