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Angel Blake: The Descended

Auf jeden Fall ´ne Empfehlung wert
Wertung: 8/10
Genre: Rock, Metal
Spielzeit: 46:35
Release: 30.05.2008
Label: Dynamic Arts Records

Angel Blake sind eine der Bands, die von ex-Bandmitgliedern von The Crown ins Leben gerufen wurden. Also hat Marko Tervonen mit Tobias Jansson (Vocals), Janne Saarenpää (Drums), Örjan Wressel (Kontrabass), Anders Edlund (Gitarre) ein paar Mitstreiter um sich geschart, um fortan mit dieser Band die eher rockigere Metalschiene zu verfolgen, die sich am ehesten zwischen den späten Sentenced und den frühen Secret Discovery wiederfindet.

Mit mächtig Dampf in den Backen legt dann zunächst mal „Anywhere But There“ los. Gute Arbeit in der Melodieabteilung durch die Gitarren. Ein zweischneidiges Schwert allerdings stellt der Gesang dar. Mal gefällt der nämlich mehr als gut, aber dann in anderen Parts wiederum hört sich Tobias´s Stimme an wie gewollt, aber leider Gottes nicht gekonnt. Fakt ist, dass sich seine Stimme tausendmal besser anhört, wenn er mit gehöriger Power ins Mikro röhrt.

Die Melodie im Refrain des folgenden „Defenseless“ erinnert an die Finnen Morian, wenn auch die Schweden hier mit viel mehr Power zu Werke gehen, bewegen sich ihre Labelkollegen dann doch eher im rockigeren Fahrwasser. Auch wenn Tobias´s Stimme hier nicht so viel aus sich herausgeht, wie es im Vorgängersong der Fall ist, so empfinde ich seine Stimme hier doch auch als sehr angenehm.

„Again“ ist ein sehr ruhiges Stück; ein Stück, in welchem eine deutliche melancholische Stimmung mitschwingt. Aufgrund des geglückten Stimmungsübertragung denke ich des öfteren an meine Lieblinge von Sentenced, die dieser Welt ja bekanntlich viel zu früh abgedankt haben. Lediglich diesen Mittelteil mit den verzerrten Stimmen hätte man zugunsten anderer Effekte streichen können.

Eindeutig rockiger geht dann „When All The Lights Are Out“ ins Rennen. Zunächst noch in gezügeltem Tempo, bei dem man aber merkt, dass die Hunde von der Leine gelassen werden wollen, wenn ich jetzt mal an meinen Lieblingswauzi bei meinen Eltern denke. Im Refrain wird dann endlich die Gangart gewechselt und es geht zur Sache. Der Break aber zieht sich wie Gummi, wofür aber der gute Refrain entschädigt. Schade ist, dass das Stück lediglich ausgefaded wird, denn sowas finde ich irgendwie immer etwas uninspiriert.

„Alone“ lässt mich dann zusätzlich zu den Gedanken an Sentenced in der Erinnerung an die Anfänge von Secret Discovery aufgehen, zurück in der Anfangszeit der Band, wo die noch richtig gute Mucke machten. Nur mit Akustikgitarre und Stimme startet das Stück, das dann auch mit Melancholie glänzt, wenn alle Instrumente mit in das Thema einsteigen. Sehr schön klingt auch das, was da an den Gitarren in kurzen Soloeinlagen präsentiert wird.

Was danach an „Wasn´t Meant To Last“ stört, ist der doch recht hohe Gesang im Refrain. Da dieser nämlich überpräsent ist, geht er leider auf die Länge der Spielzeit auf die Nerven. Das Mainriff ist ein richtig schön fettes, was immer wieder Spaß macht, anzuhören.

„In Silence- Augerum“, welches, wie der Name unschwer schon sagt, ruhig vonstatten geht, sind es dann die engelsgleichen Frauenstimmen, die zu vernehmen sind und ein wenig befremdend wirken. Das hätte man auch schön mit Violinenklängen hinbekommen.

Zum Glück geht es dann im Titeltrack wieder so richtig auffe Lauscher … nicht, dass hier noch jemand wegnickt. In „The Descended“ lernen wir dann eine ganz neue Stimmlage von Tobias kennen: Mal schreit er mit einer Stimme kurz vorm Überschnappen, dann vernimmt man neben seiner ruhigen Stimme sogar Growls, die ich auf dieser Scheibe gar nicht mehr erwartet hätte. Ich kann mir nicht helfen, aber das Mainriff hat Ähnlichkleit mit der Hauptmelodie des Kinostreifens „28 Days Later“. Gut gemacht ist es auf alle Fälle.

Ein endgeiles Gitarrenintro läutet dann „Silent Voice“ ein. Und entgültig übermannt mich die Erinnerung an Sentenced, denn dieses Stück könnte ebenso gut aus deren Feder gestammt haben. Hier haben wir es mit dem besten Stück dieser Scheibe zu tun. Sehr gut gemacht, Jungs! „You´ll Never Need To Feel Again“ kann dann am Schluss nicht so ganz mit den restlichen sehr guten Songs mithalten, auch wenn dies ein Stück ist, welches ebenfalls enge Nähe zu Ville Laihiala und seinen Jungs aufweist und auch, obwohl der letzte Part des Stückes wirklich gut gemacht ist. Insgesamt hat dieser Song dann doch zu viel Zähigkeit und zu wenig Herausstechendes, was für sich steht. Die Produktion hat ganze Arbeit geleistet, denn genauso muss ein Rock / Metalalbum klingen: Klar, druckvoll und organisch. Gute Arbeit.

Fazit: Da hat das finnische Label Dynamic Arts Records wieder eine erstklassige Band am Start. An die Klasse von Senteced kommen die Jungs noch nicht heran, aber dennoch macht dieses Album auf jeden Fall demjenigen Spaß, der auch Sentenced auf seinem Faves-Zettel stehen hat. Auf jeden Fall ´ne Empfehlung wert.

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