Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Android Empire: Demo 2008

Vielversprechendes Demo
Wertung: 7.5/10
Genre: Thrash, Doom Metal
Spielzeit: 34:48
Release: 30.11.2007
Label: Eigenproduktion

Ein relativ vielversprechendes Demo legt uns hier die Berliner Combo Android Empire vor. Das Ganze ist – für ein Demo allemal – schon äußerst professionell und ziemlich glasklar produziert, dass es hier nur eine Frage der Zeit sein kann, wann sich ein Label bei den Jungs meldet.

Aber eine gute Produktion allein macht es natürlich nicht aus, wenn man nicht die nötige Portion Orginalität und Eigenständigkeit besitzt und gutes Songwriting vorzuweisen hat. Doch auch in diesem Punkt beweisen die Bandmitglieder, dass sie keine grünen Jungs mehr sind; Gitarrist Oliver Bojoski und Schlagzeuger Tobias Engl spielten zuvor bereits in der Doom-Band Shepherd, aus der die zu besprechende Gruppe hervorging und diese Einflüsse sind auf vorliegender CD auch nicht zu überhören.

Insgesamt lassen sich Android Empire wohl eher in der Thrash-Ecke ansiedeln, was auch die Stimme von Brüllwürfel Jaime Correa beweist, aber etliche Riffs ließen sich auch problemlos in einer Stoner- oder Doom-Band unterbringen. Als Beispiel seien hier der Endpart des Openers „Broken Glass Vision“, der Anfang und die Zwischenparts von „Nemesis Nation“ oder das durch spannungsgeladene Pausen eher ungewöhnliche „Breathing By Compromise“ (sehr geil doomiges Harmony-Riffing!) genannt.

Android Empire bestechen durch abwechslungsreiches Songwriting, bei dem sich Thrash-, Doom- und melodische Elemente die Waage halten. Stets sind die Songs trotz mehrerer Einflüsse nachvollziehbar strukturiert und spannend aufgebaut. Mal hört man Pantera, dann eben die schleppenden, doomigen Elemente, die teilweise sogar an Black Sabbath erinnern, am ehesten aber vielleicht mit Trouble vergleichbar sind (gerade wegen des erwähnten Harmony-Riffings) und hier und da einen Schuss Hardcore – aber trotz dieser nicht gerade standard-mäßigen Zusammensetzung wirkt alles völlig schlüssig und flüssig.

Technisch gibt es nichts zu meckern und auch die Stimme des Sängers Jaime Correa passt erstaunlicherweise sowohl, wenn die Band doomig agiert, als auch dann, wenn sie sich in thrashigere Gefilde wagt – obwohl diese Art des Gesangs an sich nicht unbedingt mein Ding ist. Sie klingt ein wenig wie ein Bastard aus Phil Anselmo, Max Cavalera und Matt Heafy und bei „Her Wrath“ versucht sich der Chilene, der mittlerweile übrigens nicht mehr in der Band ist (Android Empire sind noch auf der Suche nach einem neuen Frontmann) auch streckenweise an cleanen Vocals.

Insgesamt jedenfalls ein gelungenes, professionell aufgemachtes und gut produziertes Demo, das in einer guten halben Stunde die verschiedenen Einflüsse von Android Empire vor Augen führt. Da die Mixtur außerdem eben recht originell ist, sollten die Berliner eigentlich bald ein Label finden. Wir sind gespannt, was wir dann noch von den Jungs zu hören kriegen werden...

comments powered by Disqus

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend