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Andre Matos: Time To Be Free

Der ehemalige Sänger von Viper, Angra und Shamaan will's wohl nochmal wissen!
Wertung: 9/10
Genre: Symphonic Power Metal
Spielzeit: 64:22
Release: 22.02.2008
Label: Steamhammer/SPV

André Matos dürfte vielen noch als ehemaliger Sänger von Viper, Angra oder Shaman ein Begriff sein. Nachdem sich Shaman aufgelöst haben, konnte der Ausnahmesänger mit dem beachtlichen Stimmvolumen nicht länger still sitzen und hat einfach sein eigenes Solo-Projekt gegründet und einige sehr fähige Musiker um sich geschart.

Da wären zum einen André Hernandez, der mit ihm schon zusammen bei Angra musizierte, wie auch Luis Mariutti, der noch bei Angra aktiv ist und auch bei Shaman für die tiefen Töne verantwortlich war. An den 6 Saiten wird die Band durch dessen Bruder Hugo Mariutti verstärkt, der zuvor auch schon bei Shaman mit dabei war. Somit sind bisher nur alte Bekannte von André Matos mit von der Partie. Den Abschuss stellt aber der Drummer da, denn der bis dato einzig Unbekannte hier heißt Eloy Casagrande und ist gerade mal 16 Jahre alt. Wenn man sich die Leistung auf „Time to be free“ so anhört, ist das wirklich sehr beeindruckend!

Eröffnet wird das Album von einem kurzen Intro namens „Menuett“, was selbiges auch darstellt, bevor es mit „Letting go“ so richtig los geht. Selbstverständlich kann man hier nur erstklassigen Power Metal erwarten. Vor allem das gewaltige Stimmvolumen von André ist hier wieder einmal sehr beeindruckend. „Rio“ zeigt die weniger liebliche, sondern eine eher brachiale Seite mit sehr kraftvollen Gitarren. „Remember Why” beginnt mit schönen Dudelsack Klängen und verträumten orchestralen Einsätzen. Der Song steigert sich immer mehr – die Spannungsbögen wurden hier wirklich nahezu perfekt ausgelotet.

Sehr interessant sind übrigens die kleinen Nuancen wie Percussions, die opulenten Streicher und Synthesizer Einsätze oder die vielen Elemente, welche die Songs oft etwas Musical oder Soundtrack-haftes verleihen, wie z.B. auch im überragenden „Looking back“. Doch auch das ruhige „Face the End“ hat vor allem durch den Gesang als auch die bereits oben erwähnten Streicher Elemente, einen theatralischen Charakter. Hierzu könnte ich mir z.B. auch sehr gut einen Video Clip vorstellen.

Nicht unerwähnt bleiben sollten das überlange Titelstück „Time to be free“, das trotz Überlänge nicht langweilig wird. Das gleiche gilt auch für das fast 9-minütige „A new Moonlight“, das zunächst sehr sphärisch beginnt und fast schon an Weltmusik (Megahammer!!) erinnert, dann aber sich in eine fast schon Queen-mäßige Nummer verwandelt, bei der man eigentlich jede Sekunde darauf wartet, dass Brian May seine Leadgitarre auspackt und uns mit einem seiner göttlichen Soli belohnt.

Der Sound ist erwartungsgemäß sehr druckvoll und klar ausgefallen, ist aber auch weniger verwunderlich, wenn man sieht, wer sich dafür verantwortlich zeigt, denn keine Geringeren als Sascha Paeth (u.a. Heavens Hate, Avantasia, etc…) und Roy Z. (Bruce Dickinson, Halford,…) gaben sich die Ehre und zauberten eine Hammer Produktion für „Time to break free“ hin.

Ursprünglich ist „Time to be free“ bereits am 22.08.07 über Avalon / Marquee Inñ in Südamerika erschienen, wird aber nun erst über SPV auch in Europa erhältlich sein! Wäre auch nur zu schade gewesen, wenn wir auf dieses saustarke Power Metal Album hätten verzichten müssten!

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