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Ancient Dome: Perception Of This World

Solider Tribut an die Bay Area
Wertung: 6/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 47:52
Release: 09.09.2010
Label: Punishment 18 Records

Es ist schon beinahe so, als wollten die wieder erstarkten alten Römer erneut Germanien einnehmen. Vielleicht ist es nicht ganz so dramatisch, aber dennoch haben wir mit den Reviews von den Old-School-Death Metalern Stillness Blade und den Tech-Grindern Warmblood in den letzten Tagen, sowie dem neuen hier thematisierten Silberling der Thrasher-Truppe Ancient Dome den Hattrick an italienischen Bands komplett. Von dem Interview mit Death Mechanism ganz zu schweigen. Da das Völkchen, das die Pizza erfunden hat, aber generell auch im schwermetallischem Bereich der Musik so einiges zu bieten hat, stört man sich auch keineswegs an der Flut an Musikgütern. Eines dieser Güter ist die bereits angesprochene neue Veröffentlichung „Perception Of This World“, mit der sich Ancient Dome Gehör verschaffen möchten. Die bereits zweite Scheibe der Gruppe soll natürlich direkt da anknüpfen, wo das Debüt „Human Key“ aufgehört hat.

Ein Gong erklingt und eröffnet das Riff-Intro zum Album, bevor mit dem ersten Song „Liar“ und einer Attacke im Gitarren-Galopp das Werk angegangen wird. Nicht zuletzt auch durch den obligatorisch gestalteten Schriftzug der Band kann man die Herren musikalisch getrost in die Ecke der aufrichtigen Thrasher zu Megadeth, den früheren Sachen von Metallica, Testament und Anthrax stellen. Die beiden Gitarren bieten eine ausgewogene Mixtur aus schnellen, rhythmischen Thrash-Riffs und typischen Heavy Metal-Melodien, geschmückt durch das ein oder andere Solo. Gestützt wird das ganze von tragendem und nicht zu vertraktem Schlagzeugspiel und einem offensichtlich großem Fan von Dave Mustaine und James Hetfield, der seinen passenden Gesangsbeitrag leistet. Die Songs sind durchweg intelligent bestritten und wie bei den Vorbildern setzen sich eingängige Riffs und Melodien wie etwa aus dem Song „Predominance“ direkt in den Gehörgängen fest.

Richtig nett sind unter anderem auch die immer mal wieder in Metallica-Manier eingeschobenen cleanen Gitarren-Intros wie zum Beispiel beim Titeltrack „Perception Of This World“, die wie bei der Bay-Area Legende für die richtige Stimmung sorgt. Doch bei all der Heldenverehrung bleibt das Individuelle, das die Band auszeichnen sollte leider auf der Strecke, und vor allem der oft etwas gequält wirkende Gesang reicht nicht an die Qualität der zitierten Größen heran. Stellenweise wirkt das Album dann doch etwas zu sehr gewollt und nicht eigenständig genug, es wirkt geradezu gestelzt. Es hätte sicher nicht geschadet, hätte man sich getraut, vom dogmatischen „Thrash-Kodex“ ein bisschen abzuweichen. Dass die Akteure allerdings durchaus einiges an Talent zu bieten haben und sich in ihrem Gebiet als Fachleute bezeichnen können, wird unter anderem beim vertrackten, mit düsteren Melodien und vielschichtigen Einfällen gespickten Instrumental „Gordian Knot“ deutlich.

Ancient Dome und „Perception Of This World“ strotzen nur so vor Zitaten und Huldigungen an die bereits beim Namen genannten Vertreter der wohl mit populärsten Metal-Richtung überhaupt und das auch auf angemessenem Niveau. Besonders hervorheben wird sich die Band mit diesem Album jedoch nicht, dafür ist es viel zu vorhersehbar und konventionell. Eingefleischte Thrash-Puristen, die nicht genug vom Bay-Area Sound kriegen können und die von den neuesten Erzeugnissen ihrer Helden nicht zufrieden gestellt sind, sollten derweil gerne zugreifen.

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