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Anathema: Hindsight

Für Fans der letzten Scheibe ist „Hindsight“ auf alle Fälle sehr empfehlenswert
Wertung: 8.5/10
Genre: Gothic / Acoustic Rock
Spielzeit: 52:38
Release: 29.08.2008
Label: K-Scope

Anathema ist eine Band die ihr Fanlager wohl deutlich gespalten haben dürfte. Anfangs boten die Briten mit Alben wie „Serenades“ und „The Silent Enigma“, sowie den EPs „Crestfallen“ und „Pentecost III“ bärenstarken Doom Death Metal, der solche Hits wie „Lovelorn Rhapsody“, „Sweet Tears“, „They Die“, „Sleepless“, „Restless Oblivion“ und „A Dying Wish“ hervorbrachte. Mit „Eternity“ und „Alternative IV“ wandelte man dann eher auf der Gothic Metal-Schiene, wobei man hier bereits viele alte Fans vergraulte. Doch sollte das nicht das Ende der Strecke sein, denn mit „Judgement“, „A Natural Disaster“ und „A Fine Day To Exit“ kam man letztendlich beim aktuellen Gothic Rock an, der den eigenen Stil der Band mittlerweile manifestierte.

Wer mit den Alben der Frühphase aufgewachsen ist und mit der ruhigen Musik von Anathema mittlerweile nichts mehr anfangen kann, wird sicherlich auch „Hindsight“ nicht lieb gewinnen können, denn mit Metal hat dieses Album definitiv nichts mehr zu tun. Hier werden stattdessen neue Versionen von Songs aus den Alben „Eternity“, „Alternative IV“, „Judgement“, „A Natural Disaster“ und „A Fine Day To Exit“ in halbakustischer Form dargeboten, die man hierfür extra neu aufgenommen hatte.

Dadurch erhält so manch ein Song einen vollkommen neuen Charakter. So zum Beispiel auch „Fragile Dreams“, dem wohl besten Track der neuen Anathema Ära, der vor allem durch Hinzunahme eines Cellos mächtig an Melancholie gewonnen hat. Oder der Oberhammer Track „One Last Goodbye”, der hier wohl bei vielen für Hektarweise Gänsehaut sorgen dürfte, da die Nummer sehr gefühlsbetont präsentiert wird. „Are You There“ wirkt hingegen wiederum eher fröhlich und erinnert irgendwie an 70er Jahre Gitarrenrock. Ein weiterer Höhepunkt zeichnet sich mit „Angelica“ ab, dem Ohrwurm vom „Eternity“ Album, wobei dies bei dem darauf folgenden „A Natural Disaster“ vom gleichnamigen Album sogar noch getoppt wird. Dieser Song wird ausnahmsweise von Lee Douglas, der Schwester von Drummer John, vorgetragen. Diese Version erinnert mich übrigens fast schon irgendwie an ruhige Massive Attack.

Mit „Unchained (Tales Of The Unexpected)” hat man übrigens sogar einen brandneuen Track mit auf “Hindsight” gepackt, wobei mir nicht bekannt ist, ob diese Nummer auch auf dem neuen („richtigen“) Studioalbum “Horizons” enthalten sein wird.

Für Fans der letzten Scheibe ist „Hindsight“ auf alle Fälle sehr empfehlenswert, da die Neueinspielungen so manche altbekannte Nummer sogar noch aufwerten. Doch auch der warme Instrumentenklang trägt dazu bei, dass dieses Album auf Anhieb zu gefallen weiß und somit auch sicherlich für all diejenigen zu empfehlen ist, die bislang nichts von Anathema kannten.

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