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An Horse: Modern Air

Ein abwechslungsreiches Comeback
Wertung: 8/10
Genre: Indie Rock
Spielzeit: 37:44
Release: 03.05.2019
Label: Grand Hotel van Cleef

Fans der Australier An Horse hatten keine leichte Zeit in den letzten Jahren. Nach den beiden Alben „Rearrange Beds“ und „Walls“ hatte die Truppe sich durch zu viele Touren ausgebrannt, Sängerin Kate Cooper verlor ihre Motivation sowie ihren Vater, und gemeinsam mit ihrem Kollegen Damon Cox beschloss sie, die Musik erst mal auf Eis zu legen. Man zog von Australien nach Kanada bzw. nach New York, blieb aber in Kontakt, tastete sich allmählich wieder an einen musikalischen Alltag heran, schickte ein paar Snippets hin und her und schließlich ward das dritte Album „Modern Air“ geboren, das bereits im Mai das Licht der Welt durch Grand Hotel van Cleef erblicken durfte.

Kate Cooper klingt ein bisschen weniger genervt als noch auf den vorherigen Scheiben, insgesamt sind sich An Horse aber mit ihrem Indie Rock treu geblieben; inhaltlich scheint es aufwärts zu gehen, denn Cooper wollte ausdrücklich erst wieder Songs produzieren, wenn die vorherrschende Thematik nicht die Traurigkeit sein würde. Einen leicht depressiven Schlag hat die Musik der Australier trotzdem beibehalten, zeigt aber gerade bei Tracks wie dem naheliegend betitelten Opener „This Is A Song“ ordentlich Biss und beim Nachfolger „Live Well“ neben einer genialen Queens Of The Stone Age-lastigen Gitarre geradezu hoffnungsvolle Tendenzen: „Live well, my friends/I forget to tell you how much I love and need you“ – ein grandioser Track mit ordentlich Drive, den man gerne nonstop hören kann.

Großartig auch „Bob Ross (Be The Water)“, nicht nur des Titels wegen, der den wahrscheinlich entspanntesten TV-Maler der Geschichte verehrt, sondern auch wegen des psychedelisch angehauchten Sounds, der mit Kates verzerrt-hallender Stimme und hypnotischen Drums ein wahnsinnig relaxtes und auch noch tanzbares Gesamtbild angibt. Einen schönen Kontrast bietet das Stück zusätzlich neben Punkern wie „Breakfast“ und dem fast schon balladesken „Mind Reader“. So hat man in nur wenigen Minuten einen schönen Überblick über die erstaunliche musikalische Bandbreite des Duos erhalten, bei dem zwar die eine oder andere Länge vorkommt, aber kein Track wirklich übersprungen werden muss. Daran ändern auch die letzten Nummern nichts, allen voran das schwungvoll-dynamische „Fortitude Valet“ und auch das finale „Begin Again“ mit seiner fast poppigen Ausrichtung und seinem ausbrechenden Refrain macht auch beim wiederholten Durchlauf einen soliden Eindruck.

Für Fans stellt „Modern Air“ sicherlich ein tolles, feiernswertes Comeback dar; für Menschen wie die Schreiberin dieser Zeilen, denen das australische Duo bisher noch kein Begriff war, ist die neue Scheibe sicherlich ein guter Einstieg und der nachträglich zu erwerbende übrige Backkatalog zum Glück noch übersichtlich und damit einigermaßen preiswert zu haben. An Horse positionieren sich damit ganz klar im oberen Bewertungsdrittel und im persönlichen Kreis der Bands, die man sich merken sollte.

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