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An Early Cascade: Your Hammer To My Enemy

Ziemlich zerfahrenes Sperrgut mit Hang zum Chaos
Wertung: 3/10
Genre: Hardcore / Noisecore
Spielzeit: 32:45
Release: 10.10.2008
Label: Midsummer Reocrds

Aus Stuttgart stammen die Jungs von An Early Cascade, denen man, wenn man sich das Bandfoto anschaut, gar nicht zutraut, dass sie eine solche Musik vom Stapel lassen, doch der musikalische Beweis liegt hier mit „Your Hammer To My Enemy" vor.

"Red Rivers" gibt einen ersten Eindruck in dieses Album. Schon irgendwie ziemlich speziell, wenn man das denn dann mal so ausdrücken darf. Das harmonische Ende von „Hunted Helicopters" samt Clean-Vocals weiß zu gefallen.

Zerfahren wirkende Fragmente dominieren danach „Avarice Act", was einige auch progressiv nennen könnten, wogegen es andere als Chaos bezeichnen. Die Vocals sind kurz vorm Überschnappen. Da werden schwere Riffs aufgefahren und mit leichtem Drumming zu paaren versucht. Der Song geht nahtlos und nur am CD-Player zu erkennen über in „Like Lions".

Und auch dieses Stück ist keine Musik zum eben mal Nebenbeihören oder für solche Hörer geeignet, die sofort beim ersten Durchgang mitgerissen werden; im Gegenteil: Das ist reichlich sperrige Kost, die sicherlich ihre Fans haben wird, aber mir fehlt hier jegliches Maß an Eingängigkeit, die zusammen mit dem Sperrigkeitsfaktor den Spaß am Hören nehmen und womöglich auch den ein oder anderen Hörer auf die Nerven gehen wird. Der ruhige und außerdem viel zu sehr in die Länge gezogene Part nach ca. vier Minuten wirkt wie vollkommen aus dem Kontext gerissen.

„King Kindly" startet mit ruhigen, fast schon relaxten Tönen, wirkt dann trotzdem auf die Länge seiner Spielzeit auch wieder zu langweilig. Zeit für ein weiteres zerfahrenes Teil, diesmal „Passed Pawn". Es entwickelt sich rein gar kein Spielfluss und es macht auch keinen Spaß, sich das anzuhören, wenn dann wieder komplett Fahrt rausgenommen wird.

Diese nun doch recht runter gekühlte Begeisterung ändert dann auch „Farewell Fashion" nicht, denn auch hier bleiben die Jungs ihrem Schema treu. Im weiteren Verlauf beginnen diese ganzen Spielereien gar auf die Nerven zu gehen. Und eine klare Linie sucht man weiterhin vergebens.

„Giant's Grave" ist das letzte Stück auf der Scheibe, bei dessen Beginn ich mich fühle, als hätte ich der Musik schon ´ne gute Stunde gelauscht, aber da sind wir ja bei weitem nicht, denn diese komplette Scheibe hat ja nur gerade mal knapp über ´ne halbe Stunde. Diese schreienden Vocals am Rande des Wahnsinns gehen einem einfach nur noch auf die Nerven.

Was richtig gut gelungen ist bei dieser Scheibe, das ist die Produktion. Die Songs ballern dem Hörer um die Ohren, dass es eine wahre Freude ist. Eine richtig fette Produktion ist hier gezimmert worden: Richtig druckvoll und gleichzeitig klar kommt die Musik aus den Boxen.

Fazit: Not my cup of tea. Ziemlich zerfahrenes Sperrgut mit Hang zum Chaos. Keinesfalls jedermanns Sache, unbedingt erstmal auf Myspace reinhören, bevor nach einem Kauf die große Ernüchterung kommt.

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