Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Amorphis: Skyforger

Melodischere Weiterentwicklung
Wertung: 9/10
Genre: Melodic Metal
Spielzeit: 47:42
Release: 29.05.2009
Label: Nuclear Blast

Wenn eine Band eine bestimmte Stilausprägung über zwei Alben hinweg verfolgt, gibt es für das darauffolgende Album zwei Optionen: Entweder wird ein neuer musikalischer Pfad eingeschlagen oder der schon Betretene wird weiter bis in die kleinsten Ecken erforscht.

Amorphis entschieden sich für das Album „Skyforger“ für letztere Möglichkeit und präsentieren nun einen Longplayer, der sich musikalisch an die beiden Vorgänger „Eclipse“ und „Silent Waters“ anlehnt, aber musikalisch noch weitergeht. Die zehn Songs der neuen CD sind noch melodischer und wirken, auch dadurch bedingt, noch durchdachter als alles, was zuvor kam.

Hierbei schaffen die Finnen, was nur wenigen Bands gelingt: Die zum Einsatz kommenden Melodien sind sehr filigran und bleiben leicht im Ohr hängen, aber dennoch vollzogen Amorphis diese Entwicklung, ohne sich in den Pop-Bereich zu rücken.

Beim Hören von „Skyforger“ fällt die abwechslungsreich gestaltete Songabfolge auf: Kein Song ähnelt dem direkt Vorausgegangenen in Bezug auf die Machart. „Sampo“ zum Beispiel leitet das Album mit einem Klavierstimme ein, deren Melodie sehr schnell von der Leadgitarre aufgegriffen wird. Schnell an Härte gewinnend, wird im Folgenden mit Variationen der Eingangsmelodien gearbeitet, deren Spannungshöhepunkt in einer balladesken, nur von Sänger Tomi Joutsen und Keyboarder Santeri Kallio intonierten Passage liegt.

Nachdem der wieder an Härte gewinnende Song endet, verschwindet das Klavier aus dem Vordergrund und macht so Platz für die nun das Ruder übernehmende Leadgitarre. „Silver Bride“, vorab bereits als Single ausgekoppelt, bleibt dagegen vom Lautstärkepegel her über die komplette Zeit hin konstant, die verzerrten Gitarren werden hier nicht ausgeschaltet. Doch auch hier zieht sich eine Grundmelodie durch das komplette Stück, in mehr oder weniger starken Variationen.

Derartige Wechselspiele zwischen den Songs ziehen sich durch das komplette Album und sorgen so dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Auch kleine Durchhänger, wie z.B. „Majestic Beast“, welches einen etwas unnötig gestreckten Growl-Part aufweist, lassen sich dadurch verkraften. Songperlen, wie auch das spieltechnisch wechselhafte „Sky Is Mine“ trösten mehr als ausreichend darüber hinweg.

Auf einer Spielzeit von 47 Minuten zeigen Amorphis, was an schreiberischen Fähigkeiten in ihnen steckt: Alle Songs auf „Skyforger“ weisen eine hohe Qualität auf, die Instrumente sind nahezu perfekt aufeinander abgestimmt wie auch die Songs aufeinander. Diese sind sind zwar in ihrer Konzeption und Umsetzung unterschiedlich, lassen sich stilistisch jedoch sofort dem Album zuordnen.

So bietet „Skyforger“ fast uneingeschränkten Hörspaß, der auch nach mehreren Durchläufen des Albums nicht verloren geht. Die volle Punktzahl zu vergeben ist allerdings nicht möglich, da wie erwähnt kleinere Schwächen durchaus vorhanden sind. Trotzdem wird dem Hörer hier eine gelungene Weiterentwicklung des alten Stils geboten.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna