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Amnistia: Egotrap

Okay, aber nichts Neues
Wertung: 7/10
Genre: Electro/Industrial
Spielzeit: 53:40
Release: 29.04.2011
Label: Broken Silence

Manchmal dauert es eben drei Jahre, bis eine Band wieder von sich hören lässt. So auch Amnistia, die nun in 2011 endlich ihr drittes Album veröffentlichen. Nun gibt es den erneuten „Freispruch“ auf die Ohren, die „Begnadigung“ nimmt uns an die Hand und führt uns auf die Tanzfläche.

„Egotrap“ kommt mit dreizehn Tracks daher und in der Sonderausgabe, einer limitierten Edition, nochmals mit zwölf Bonustracks, die auf einer einzelnen CD daher gebracht werden. Das kann quasi als Entschädigung für das lange Warten angesehen werden. Aber nicht nur durch eine Doppel-CD macht Amnistia auf ihr Werk aufmerksam. Es wurden hochrangige Namen hergenommen und diese lieferten gesangliche Unterstützung. So lieh Boris May von klangstabil dem Song „Day Of Birth“ seine Stimme und der Sänger von [:SITD:], Carsten Jacek, kommt im elften Track „Absolute Nothingness“ zum Zug. Selbstverständlich kommt aber auch die Stimme des Frontmanns Tino Claus zum Vorschein.

Der erste Track leitet instrumental in das Album ein. „Init4“ ist kurz, knapp, elektronisch und verzerrt. Daran ist nicht viel zu mögen, bevor er sich einnisten kann, ist er zu Ende und der zweite Track „Sermon“ beginnt.  So wirklich überzeugen kann die Predigt aber nicht, der Song plätschert dahin und geht nahezu grenzenlos in den dritten und Titelsong „Egotrap“ über. Auch dieser ist leise, wenig tanzbar, einzig die zum Teil verzerrte Stimme Tonis gibt dem Titelsong etwas Einzigartiges. Schade, der Song ist trotz der Stimme eher gesichtslos und die Finger zucken, nicht etwa im Takt, sondern um den nächsten Track anzuspielen.  Auch bei „Research“ kommt der Hörer noch nicht wirklich auf seine Kosten. Wobei dieser schon besser gemacht ist, weil die Climax mittig ansetzt und durch das Tempo, die Bassline Spannung aufkommt.

Dann aber geht es in die Richtung, was man von Amnistia erwartet. „Faceless“ macht seinem Titel zum Glück keine Ehre. Eine unverbrauchte Bassline nimmt den Hörer und führt seine Beine zielorientiert zur Tanzfläche. Hier kommt eine Melodie, die knackiger nicht sein könnte und hält sowohl die rechte, als auch die linke Wange hin. So muss es sein. Schade nur, dass es ganze vier Tracks gebraucht hat, um den Schwung aufzubringen.

„Day Of Birth“, der von Boris May vertont wird, ist eine Hommage an den Erstgeborenen des Bandmitglieds Stefan Schütz. Die Emotionen einer Geburt sind innerhalb des Songs derart raffiniert verwoben, dass der Song ein ganzes Hörspiel an Gefühlen offenbart. Anfangs sollte dieser Track rein emotional sein und wäre er es geblieben, muss man ehrlicherweise sagen, dass die Gefühle, dieses „Auf und Ab“ entdeckt worden wären. Durch den Sprechgesang des klangstabil-Künstlers wird dem aber noch eins drauf gesetzt. Die Entscheidung war also richtig. Dieser hoch emotionale Track ist sicher einer der Höhepunkte der neuen CD.

Der neunte Track ist dann in deutscher Sprache. „Kraft“ ist eine Mischung aus industrialen Klängen und kraftvollem Text.  Die Bässe hämmern und die Stimme, die dummerweise nicht klar genug rüber kommt, machen diesen Song zu einem der anderen Höhepunkte des Silberlings „Egotrap“. Der Wunsch mehr Songs in diese Richtung, mit einem gehörigen Paket NDH, wird hier ausgesprochen.

Eine CD, wie sie von Amnistia erwartet worden war, mit dem einen oder anderen Höhepunkt und mit einer Anzahl an Songs, die einfach nur da sind. Die Bonus CD, die der limitierten Edition beiliegt kann sich mehr als sehen lassen. Es wurden vier Songs ausgewählt, die durch verschiedene Fleischwölfe gedreht wurden, um ihnen ein neues, anderes Leben einzuhauchen. Alle Versionen sind gut gemacht, es ist aber leider keiner dabei, der es verdient an dieser Stelle hervor gehoben zu werden.

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