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Amiensus: All Paths Lead To Death

Leider kein Alleinstellungsmerkmal
Wertung: 6/10
Genre: Progressive/ Post Black Metal
Spielzeit: 29:03
Release: 19.05.2017
Label: Apathia Records

„All Paths Lead To Death“ heißt die neue EP der Amerikaner Amiensus und wird seitens des Labels Fans von Agalloch und Enslaved ans Herz gelegt. Nuja, große Worte, wobei die beiden genannten Bands als Vergleich schon irgendwie passen. Der Opener „Gehenna“ erinnert allerdings zu Beginn eher ein wenig an Dissection-mäßigen Death Metal, bevor er dann Richtung progressiven Enslaved tendiert. Generell bietet der erste Song, ganz wie der Rest der EP, ziemlich viel Abwechslung: Tempiwechsel, Geknüppel, melodischere Parts, Growls, Keifen, Klargesang… eben alles, was das Genre hergibt. Das folgende „Mouth Of The Abyss“ rumpelt ordentlich los und der Großteil des Songs könnte auch auf einem wirklich finsterem Death-Metal-Album stehen. Neben den nun genannten ersten beiden Stücken verdient auch der Schlusspunk, „The River“, aufgrund der majestätisch wirkenden Gitarrenarbeit, eine besondere Erwähnung.

Alles nicht schlecht, gekonnt in Szene gesetzt, aber so richtig will das Material zunächst auch nicht zünden, denn „All Paths Lead To Death“ ist auf jeden Fall ein Werk, welches mit der Zeit und bei aufmerksamen Zuhören wächst. Nur mal kurz nebenbei, etwa beim Autofahren oder in der S-Bahn, gehört, könnte der EP leicht das Schicksal des schnellen Aussortierens aufgrund vermeintlicher Belanglosigkeit ereilen. Natürlich gibt es keine Überraschungen. Selbstverständlich hat man das alles so oder so ähnlich schon mal irgendwo gehört, aber eines kann man Amiensus nicht vorwerfen: mangelnde Qualität. Sie machen eigentlich alles richtig, bieten gekonnt Aggression und Emotion, liefern einen sauberen und druckvollen Sound, wobei man bei dessen Bewertung darüber streiten könnte, ob hier etwas weniger Sauberkeit dafür mehr Kälte angebracht gewesen wäre. Aber das ist ein minimaler Kritikpunkt.

Fazit: Amiensus revolutionieren hier das Genre nicht. Sie liefern auch kein neues Aushängeschild für progressiven Black Metal. Aber die Amis legen hier eine solide Arbeit ab, die zumindest ein wiederholtes Hören verdient hat, denn schlecht sind sie keinesfalls. Es fehlt nur noch ein Alleinstellungsmerkmal, aber das kann ja noch kommen. Man darf auf kommende Veröffentlichungen gespannt sein.

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