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Amagortis: Pre-Natal Cannibalism

Geschmacklose Texte und schlechte Songs
Wertung: 0/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 32:45
Release: 01.01.2008
Label: Fastbeast Entertainment

Es mag durchaus sein, dass diese Schweizer Horde ihre Instrumente ganz gut beherrscht, aber was nützt das, wenn Songwriting praktisch nicht vorhanden ist? Fast permanent wird völlig uninspiriert und ohne jegliche Struktur auf den Gitarren herumgeschrammelt, klares Riffing gibt es fast überhaupt nicht und dadurch selbstverständlich auch keinerlei Abwechslung.

Spätestens nach fünf Minuten ist dieses Geboller, das mit Musik leider nicht viel zu tun hat, so unerträglich, dass man nur froh sein kann, dass die CD kaum länger als eine halbe Stunde dauert. Hinzu kommt ein Sänger, der zwar Glen-Benton-mäßig wirklich beeindruckend tief grunzen kann, aber ansonsten ebenfalls wenig Abwechslung an den Tag legt.

Verstehen kann man auf jeden Fall kein Wort von dem, was der Typ da von sich gibt, was allerdings auch besser ist, denn wenn man sich die im Booklet verzeichneten Texte ansieht, können einem bei diesen pseudo-provokanten Peinlichkeiten nur die Haare zu Berge stehen. Fast ausschließlich geht es ums Vergewaltigen, Aufschlitzen, Verstümmeln etc. – wirklich wahnsinnig einfallsreich und provokant, gähn…

Es ist kaum zu fassen, dass sogar eine Frau in dieser Band spielt (sie bedient den Bass), wo doch die Texte auf perverseste Weise suggerieren, dass Frauen nur für das eine gut sind und dass Gewalt gegen sie völlig okay ist. Kostprobe gefällig? „Gorging on shit, smeared on your tits/suck on my feces instead of my dick/filling all holes of this dumb whore/before I crack her skull in my front door” (aus “Fecalphallus”). Die ganze Zeit geht es so munter weiter: “cunt”, “bitch”, “whore”, “slut” – das sind die durchgängigen Bezeichnungen für Frauen.

Einige werden jetzt vielleicht sagen: „Das muss man ja nicht so ernst nehmen“, andere schreien „künstlerische Freiheit!“, wieder andere sprechen von „Provokation“, aber mal ganz ehrlich: Auch Provokation hat ihre Grenzen und man muss nicht alles tolerieren.

Fazit: Ich finde schon Cannibal Corpse ziemlich geschmacklos, aber etwas, das so pornographisch, pervers und frauenfeindlich ist, kann ich einfach nur als abstoßend bezeichnen und dafür keine Punkte vergeben. Musikalisch ist es wie schon erwähnt ohnehin total langweilig und eintönig. Mehr muss man dazu nicht sagen.

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