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Alunah: White Hoarhound

Album verhaften und Tour(en) besuchen
Wertung: 8/10
Genre: Doom/ Stoner
Spielzeit: 47:40
Release: 03.09.2012
Label: Psychedoomelic Records

Manchmal sind es wie so oft im Leben einfach nur Zufälle, dass eine Band ins persönliche Rampenlicht tritt und sich dort einfach mir nichts dir nichts ausbreitet. „Kennst du Alunah?“ „Nöö, mit Gothic kann ich nichts anfangen“. „Hör mal rein, die spielen Doom“. Na und wie, so schon der erste Aufschrei, ist es doch nicht die pure, reine Doomlehre, wie sie von Black Sabbath gegründet, von zahlreichen anderen Bands ausgeweidet und neu definiert wurde. Alunah selbst kommen auch aus Birmingham, legen mit „White Hoarhound“ nun schon den zweiten Longplayer nach „Call Of Avernus“ von 2010 vor und mischen eine leichte Stoner-Staubkante mit ein, die diesen Sound dann doch origineller macht als vielleicht zuerst befürchtet.

„Kennst du eigentlich schon Alunah?“ „Ja sicher“, muss die Antwort heißen, endlich, denn Stoner und vor allem Doom-JüngerInnen sollten alle Vorbehalte in den Ärmelkanal versenken und dankbar dafür sein, dass sich fernab vom britisch-miesen Mainstream solche Bands an die Öffentlichkeit und sogar in 2013 eine Tour durch Dschörmänie wagen. Den richtigen Grund haben sie mit „White Hoarhound“ abgeliefert, denn auch wenn man Namen wie Jex Thoth, Blood Ceremony oder Pentagram herumwirft, so ist der Sound der Briten nur unzureichend erfasst.

Ganz großer Pluspunkt ist dabei eindeutig Frontfrau Sophie Day, doch halt, bevor sich hier die Zehennägel wegen des Hinweises auf Frauengesang aufrollen, so sei versichert, dass die hypnotisierende Stimme Sophies vielleicht dem einen oder anderen auf Dauer zu eintönig erscheinen mag, sich der Klargesang aber von Anbeginn fies unter der Haut einnistet und dort wie ein infektiöser Virus für fast 48 Minuten Gänsepelle sorgt und kaum charismatischer sein könnte.

Und wie schon erwähnt, die reine Doomlehre ist den Briten fremd, denn der Titeltrack „White Hoarhound“ hat einen nicht überhörbaren Stoner-Touch aus dem Kyuss-Fundus abbekommen, aber auch im anschließenden „Belial's Fjord“ hat sich so mancher Wüstenstaub zwischen die Noten eingenistet. Und wenn man denkt, dass schon bei den vorherigen Tracks die Langsamkeit zäh wie Lava aus den Boxen fließ, so lassen Alunah es bei „Chester Midsummer Watch Parade“ zuerst gleich noch eine Runde relaxter angehen; ein schon fast minimalistischer Gitarrenansatz mit völlig verdrogtem Saint Vitus-Schlagzeug.
Der Doppelpack „Oak Ritual“ startet in Part I sogar mit akustischen Gitarren, die mit dezent orgelähnlichem Backsound unterstützt eine weitere hypnotische Phase erfahren, Part II kehrt dann zurück zur verstörend-doomigen Schwerlast.

Und schon könnte man geneigt sein, Alunah einen größeren Erfolg zu missgönnen, würde das doch bedeuten, dass sie nicht mehr in kleinen, völlig verschwitzten Clubs spielen, dabei hat „White Hoarhound“ das passende Feeling, dunkle Winternächte mit Zauber zu füllen, sodass es nicht nach wärmenden Strahlen des Sommers dürstet. Starke Leistung, wodurch der Auftrag erwächst, das mittlerweile auch auf Vinyl veröffentlichte Album zu verhaften und die Tour zu besuchen, denn mit nun neuem Label im Rücken könnte ihnen sogar ein weiterer Schritt nach vorn gelingen.

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