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Alternine: Demo 2008

Wahrlich keine schlechte Musik
Wertung: 7/10
Genre: Rock
Spielzeit: 17:25
Release: 31.05.2008
Label: Eigenproduktion

Aus dem Lande der Baguettes kommt Alternine, eine Band, die sich zwar schon 2005 gegründet hat, allerdings erst 2007 so richtig in die Puschen kam, da man dort endlich mit Laetitia Jehanno eine Frau gefunden hat, die die Arbeit am Mikrophon übernahm.

„Sciensology“ beginnt mit kräftigen Gitarren und schönen Melodien, bevor Laetitias Stimme erklingt. Nicht schlecht, was die Band hier abliefert, auch wenn einiges im recht unausgewogenen Sound verschwindet. Aber der soll uns hier eher weniger interessieren, denn es handelt sich um eine Demoband. Der Song lässt immer wieder richtig schöne Melodien aufblitzen, welche sich allerdings teilweise mit eher belanglosen Parts abwechseln und somit nur gedämpfte Freude verbreiten. Die Gitarrenarbeit von Guillaume Durand und Pierre-Antoine Picot ist tadellos.

„Ignition“ rockt da schon weitaus kräftiger daher, vielleicht auch deshalb, weil es ein deutlich prägnanteres Tieftonspiel von Bandgründer Julien Nevo am Bass aufweisen kann. Dass Laetitia mit ihrer guten Stimme noch eher in einem frühen Entwicklungsstadium ihrer Gesangskarriere zu stecken scheint, wird immer deutlicher. Dies verleiht dem Ganzen einen deutlichen Undergroundtouch. Man hört, dass noch nicht so viel Erfahrung mit Arrangements und Überleitungspassagen vorliegt. Das können die guten Gitarrenparts dann auch nur ansatzweise vertuschen. Das Solo zum Ende des Stückes weiß mehr als zu überzeugen.

Weiter geht`s mit „Trigger“ und es wird eigentlich immer deutlicher, dass der Klang der Musik von Alternine deutlich zu eintönig ist. Irgendwie würde man nicht wirklich mitbekommen, wenn man die kurzen Pausen zwischen den Songs weglassen würde, dass es sich um einen neuen Song handelt. So rockt man zwar auf gleich guten Niveau, aber man setzt keinerlei Höhepunkte, da es sich trotz der Komplexität, welche die mit leichtem Progressive Touch angehauchten energetischen Rocksongs aufweisen, nicht wirklich unterscheidet.

Schöner Weise bildet dann die Ballade „Satellites“ sowas ähnliches wie Abwechslung. Der Bass dringt in Einklang mit Mathieu Roguez`s Schlagzeug etwas deutlicher hervor. Die Gitarren sorgen für schöne Melodien und Laetitia kann ihre Stimme etwas mehr zur Geltung bringen, da sie nun auch etwas mehr im Vordergrund steht. Man lässt dem Song hier mal stellenweise deutlich mehr Luft zum Atmen, das gefällt schon besser. Schade, dass der Refrain trotzdem nicht prägnant genug herausgearbeitet wurde.

Fazit: Wahrlich keine schlechte Musik, welche die Franzosen da abliefern. Leider hat man bei allem Enthusiasmus vergessen, darauf zu achten, mal ein wenig klangliche Abwechslung reinzubringen oder mal einen Refrain mit Gedächtnisanregungsfaktor zu kreieren. Da hilft dann auch das eher balladesk angehauchte „Satellites“ nichts. Ist die CD aus dem Player genommen, wird sie recht schnell vergessen sein, auch wenn das den immer wieder aufblitzenden musikalischen Fähigkeiten der Band nicht gerecht wird. Man darf sehr gespannt sein, wie sich das Songwriting weiterentwickelt, denn Potenzial ist reichlich vorhanden.

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