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Alpha Academy: The Promise Of The Light

Keine leere Versprechung, aber ein Leuchten unter vielen
Wertung: 7/10
Genre: Alternative Rock
Spielzeit: 47:25
Release: 24.09.2010
Label: Steamhammer/SPV

Seit ihrer Gründung im Jahre 2007 tut die Göttinger Band Alpha Academy das, was man als junge, ambitionierte Band nun einmal tut, um irgendwann einmal Erfolg zu haben: Songs schreiben, proben und vor allem touren ohne Ende – u.a. immerhin schon einmal mit Grand Avenue und Castingshow-Gewinner Tobias Regner. Zwischendurch veröffentlicht man 2008 eine EP namens „The City Is Burning“, mit der man erstmals größere Aufmerksamkeit erregen kann. Es folgt der Plattenvertrag bei SPV Records und schließlich, zwei weitere Jahre später, das erste richtige Album mit dem Titel „The Promise Of The Light“. Aktuell bereitet man sich auf eine Deutschlandtour mit den Heavy-Rockern von Die Happy vor – doch das ist vorgegriffen.

Schließlich soll es hier um eben jene Debütscheibe gehen, von der sich Alpha Academy offensichtlich den Sprung in höhere Ligen des Rockbusiness erhoffen – zumindest lässt die professionelle Machart und Produktion darauf schließen, dass hier ernsthaft und ambitioniert gearbeitet wurde. Und die Chancen der Band, mit der Platte jede Menge geneigte Hörer zu erreichen, stehen gar nicht schlecht, denn „The Promise Of The Light“ hat eigentlich alles, was man sich von melodisch-poppigem Alternative-Rock erhofft:

Dynamisch gestaltete Songs, die sich in der Gitarrenarbeit durch stetige Wechsel zwischen postrockigem Geklimper und Stadion-Breitwandsound auszeichnen, zeichnen den Sound von Alpha Academy aus. Atmosphärische Effekte, gelegentlich eingestreute Elektronik und genretypischer, silbendehnender und stets leicht leidender Gesang verpassen den Tracks ihre leicht melancholische Färbung. Gibt es sonst noch was? Nein, eigentlich nicht. Vielleicht sollte man sich korrigieren: „The Promise Of The Light“ hat eigentlich alles, was man sich von melodisch-poppigem Alternative-Rock erhofft – es sei denn, man erhofft sich Innovation und Abwechslung.

Alpha Academy bleiben in den eng gesteckten Grenzen ihres Genres, ohne Experimente zu wagen. Die lobenswerte Leistung auf „The Promise Of The Light“ besteht somit darin, dass die Platte trotzdem nicht grottenlangweilig gerät, sondern zumindest zeitweise wirklich unterhalten kann. Dafür deutlich mitverantwortlich ist die kraftvolle Produktion, die vor allem den Gitarren ein gehöriges Maß Crunch zubilligt und nicht den Fehler macht, die Sechssaiter zu verwaschen oder zu weit in den Hintergrund zu drängen. Ein weiterer Pluspunkt ist die Fähigkeit der Band, Melodien zu schreiben, die den stets auf den Refrain hin ausgerichteten Songs kraftvolle Momente bescheren. Besonders das Opener-Duo „In Your Eyes“ und „Make Me Feel“ fährt in Sachen Hymnenpotential alles auf – auch wenn man feststellen muss, dass sich die Tracks gerade im Refrain auffällig ähneln. Übrigens ist das ein Gefühl, das einen noch häufiger beschleicht, denn wie gesagt: Der Rahmen, in dem sich die Band bewegt, ist eng begrenzt.

Das macht zwar gelungene Songs wie „Wake Up“ oder „Walls“ nicht schlechter, lässt auf Albumlänge aber ein wenig die Abwechslung vermissen. Man darf daher gespannt sein, ob sich Alpha Academy mit ihrem Lichtversprechen gegenüber der Konkurrenz behaupten können oder ob sie in der Masse ähnlich klingender Bands untergehen. Zumindest auf nationaler Ebene könnte den vier Göttingern aber mit ihrem Debüt Erfolg beschieden sein.

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