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All Will Know: Deeper Into Time

Nichts, was die Musikwelt umkrempeln könnte
Wertung: 6,5/10
Genre: Melodic Death Metal, Modern Metal
Spielzeit: 46:46
Release: 20.11.2015
Label: Noizgate Records

Knapp dreieinhalb Jahre ist es her, dass die Melo Deather All Will Know mit ihrer ersten Scheibe „Contact.“ Aufstellung bezogen, mittlerweile hat sich bei der Truppe gerade bezüglich des Line-Ups einiges geändert: Die Gitarrenfraktion wurde wieder auf ein Duo aufgestockt, mit Frank Richter gibt es einen anderen Sänger als noch auf dem Debüt, dafür ist die Kombination von Shouting und Klargesang aber geblieben. Das Keyboard allerdings auch – leider, muss man sagen, denn gerade im Rückblick auf „Contact.“ besteht dann doch die Sorge, dass sich auch auf „Deeper Into Time“ der Kitsch seinen Weg bahnen könnte.

Lief die erste Platte noch über Deafground Records, stehen All Will Know jetzt ganz unter dem Noizgate-Zeichen, was sie in einen Kollegenkreis von so großartigen wie vielfältigen Bands wie Netherfell oder Placenta aufnimmt. Verstecken kann das Sextett sich aber nicht hinter dem Labelschild, im Gegenteil, da muss jetzt einiges geleistet werden, um die doch eher mittelprächtigen 6,5 Zähler aufzustocken, die der Erstling bei uns einfahren konnte.

Beim Opener „Home“ bekommt die anfängliche Skepsis ganz klar neues Futter, ist das Sample-Intro doch sehr schwurbelig geraten, man ist gespannt, wie die Truppe da die Kurve kriegt. Tatsächlich könnten die ersten 45 Sekunden auch gut und gerne ein abgespaltenes Intro darstellen, der Übergang wird gar nicht erst versucht, stattdessen legt Schreibrocken Frank gleich richtig los. Die Keyboards aus dem Intro halten sich übrigens hartnäckig und spicken immer mal wieder durch den Melo-Vorhang. Im Titeltrack kommt dann zum ersten Mal die lange ersehnte klare Gitarre zum Vorschein und brennt sich gleich mit einem ordentliche Leadriff ins Hirn, die angehängte Strophe gestaltet sich aber mit dem gezwungen wirkenden „Sprech“gesang eher mau, auch der Refrain wirft ein wenig zu viel Kitsch ab.

Der erste Anspieltipp lässt sich dann bei „Feed Their Minds“ entdecken, hier hat der klare Gesang wesentlich mehr Tiefgang als beispielsweise bei „Deeper Into Time“, der Kontrast zwischen Geschrei und Gesang kommt wesentlich besser durch und insgesamt wirkt der Track einfach viel dynamischer. Schönes Ding!

Fast schon bombastisch zu nennen ist dann „Exceed And Refine“ mit seinen vervielfältigen Stimmen im Refrain, zwar unterlegt von einer recht klassischen Melo-Death-Instrumentierung, aber nichtsdestoweniger auf Platte und sicherlich auch live eine Knaller und tatsächlich auch ein Song, den man sich öfter anhören kann (bis auf die Amok laufenden Keyboards in der zweiten Hälfte – als hätten die Jungs einen beliebigen Keyboarder der westlichen Hemisphäre gekidnapped und genötigt, völlig unpassend zwischenrein zu spielen).

Es ist immer schwer, ein Instrument halbwegs objektiv zu beurteilen, das man nicht mag, aber beispielsweise in „Solitude In Fear“ schaffen All Will Know es ziemlich gut, das Tastengeflatter außen vor zu lassen und dem Keyboard nur den Raum einzuräumen, den es auch tatsächlich benötigt. Große Highlights bleiben auch zum Ende der Platte aus, „solide“ wäre hier das Prädikat der Wahl. Richtig schön sind teilweise die Kämpfe zwischen den Gesangsstilen, da kann man auch wirklich nicht meckern (bis auf den kleinen Achtziger-Ausflug im Titelsong), instrumental gibt es hier allerdings wenig Neues zu berichten. Ganz klar wird klassischer Melo-Death mit Modern-Metal-Kante produziert, den man so oder ähnlich schon des Öfteren hören konnte. Damit pendelt sich „Deeper Into Time“ im Bereich der „Contact.“-Scheibe ein.

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