Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

All Shall Perish: This Is Where It Ends

Das geht noch besser
Wertung: 8/10
Genre: Deathcore, Death Metal
Spielzeit: 53:24
Release: 29.07.2011
Label: Nuclear Blast Records

Endlich! Das Ende ist da, oder anders: Das Warten hat ein Ende, All Shall Perish sind nach drei Jahren mit ihrem vierten Album „This Is Where It Ends“ am Start. Die Erwartungen an die fünf kalifornischen Deathcore- bzw. Death-Metal-Buben sind verdammt hoch – wer mag jetzt schon gern in ihrer Haut stecken, nachdem sie die Messlatte mit ihrer zweiten Scheibe „The Price Of Existence“ an die Spitze trieben und mit Album Nummer drei („Awaken The Dreamer“) mit zahlreichen Frickel-Frackel-Soli noch einen draufsetzten? Haben sich die Jungs weiterentwickelt oder bleiben sie ihren Wurzeln treu? Haben sie gar ein neues Genre erschaffen (Perish-Core)? Soviel kann an dieser Stelle schon mal gesagt sein: Ein Die-Hard-All-Shall Perish-Fan wird nicht enttäuscht werden und ein neues Genre wurde Perish sei Dank nicht erschaffen.

Nach einem kleinen Line-Up-Wechsel spielt nun Francesco Artusato an einer der zwei Gitarren, an den Drums wurde Adam Pierce auserkoren um für die Band weiterzupoltern. Auf zwölf krachenden Songs klagt Sänger, Gröhler, Kreischer und Grunzer Hernan Hermida über Themen wie Religion, Krieg und Enttäuschungen und rechnet in über 53 Minuten (längstes Album der Band) mit allem ab was ihm in die Quere kommt.

Ziemlich technisch und überraschend eröffnet man mit „Divine Illusion“ einen fetten Death-Kracher. „Your god can't save you“ ist wohl die Zeile, die die Thematik des Songs am Besten beschreibt. Viel melodischer (und irgendwie mit ganz leichtem In Flames-Touch) geht es in dem nächsten Song „There Is Nothing Left“ zu, welcher mit einem einprägsamen Chorus mehr als ohrwurmtauglich ist und zu einem der Höhepunkte der Scheibe gehört. Zu den Hymnen darf sich sicherlich auch das für All Shall Perish–Verhältnisse ziemlich ruhige „The Past Will Haunt Us Both“ dazu gesellen, welchea bei den Shows sicherlich ordentlich mitgegröhlt wird („How could we be so wrooooong…“) und dessen Klavier-Outro eine ziemlich drückende Stimmung verbreitet und die Hörer auf einen weiteren kleinen Höhepunkt der Platte vorbereitet: „Royality Into Exile“. Warum dieser Song so fabelhaft ist, offenbart sich beim ersten Hören. Der Song ist mehr als nur sbwechslungsreich, Hernan Hermidas tiefe Growls und die starken Gitarren prägen sich prügelnd in den Kopf und richten dauerhafte Schäden an.

Auch „The Death Plague“ glänzt mit gutem Gesang, ist aber alles in allem betrachtet nichts Besonderes. Fette Breakdowns  wie bei „A Pure Evil“ und Blastbeats wie bei „Rebirth“ sind selbstverständlich auch hier zu finden. Letztgenannter Song bedient sich zudem einwenig in der Black-Metal-Schublade und würzt das Album ein bisschen mehr.

Nach krassem Geballer, Breakdowns, technischem Wirrwarr und nachdem man über 47 Minuten angebrüllt und angepöbelt wurde, entspannt sich die Lage bei dem letzten Song des Albums. Ein schönes, aber auch bedrückendes Klavier-Intro lässt den Hörer wieder kurz aufatmen, um ihn anschließend wieder in den Deathcore-Himmel zu katapultieren. Der zwölfte Song „In This Life Of Pain“ ist gespickt mit Überraschungen, einem tollen Gitarrensolo von dem Neuling Francesco und endet so unglaublich friedlich. Ein schönes Finale. Hätte das Album elf Songs, hätte man gänzlich auf Clean-Gesang verzichtet. Doch der letzte Song bietet schönen und cleanen Background-Gesang, was sich einfach zur gesamten Stimmung des Songs bestens ergänzt.

So positiv dieses Review auch begann, ein bisschen böses Blut muss hier doch nochmal los gelassen werden. Um hier die oben gestellten Fragen mal aufzugreifen: Einen draufgesetzt haben All Shall Perish hier nicht. Wenn man das Album mit dem Vorgänger vergleichen würde (was man natürlich nicht machen muss), wäre hier eine positive Weiterentwicklung zu sehen. Sieht man sich aber die gesamte Diskographie an, ist das wohl doch eher ein kleiner Rückschritt. Sicher, es ist ein gutes Album und man darf auf die Zukunft gespannt sein (es sind immerhin All Shall Perish – Hallo?!), doch würde man die Band irgendwie lenken können, dann würde man sie wohl in Richtung 2006 („The Price Of Existence“) stupsen wollen.

"This Is Where It Ends" ist sicherlich noch lange nicht das Ende. Wenn irgendeine Band wohl Potenzial zu noch größerem hat, dann sind es sicherlich All Shall Perish. Ein gutes Album mit ein paar Höhepunkten. Auf dass die Jungs schon bald mit diesem Album die Bühnen entern. Das wird ein Gaudi.

comments powered by Disqus

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann