Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

All I Left Behind: All I Left Behind

Atemberaubend
Wertung: 8.5/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 18:12
Release: 22.11.2009
Label: Eigenproduktion

Fragt man nach deutschen Metalcorebands, so werden zuerst die Namen Heaven Shall Burn und Caliban genannt; ebenfalls recht bekannt sind die Bands Maroon, Narziss und Callejón. Dass die Liste talentierter Metalcoregruppen hier jedoch noch lange nicht endet, sondern auch im Underground Deutschlands vielversprechende Bands aufstreben, stellen die Duisburger All I Left Behind gekonnt unter Beweis.

Mit ihrer selbstbetitelten Demo hatte das Quintett sogar etwas prominente Hilfe, so wurde die EP von niemand anderem als Sky van Hoff produziert und abgemischt, der bereits bei Bands namens Machinemade God oder The Mercury Arc seine Finger im Spiel hatte und auch auf dem letzten Album von Caliban zu hören ist. Soundtechnisch können die fünf Stücke also mit einem satten Sound überzeugen – sogar das rein elektronisch gehaltene, balladeske Intro kommt druckvoll aus den Boxen. Da ist es schon gleich nicht mehr so schlimm, dass der Übergang zum ersten Lied nicht ganz so flüssig ausgefallen ist, welches dann jedoch von balladesken Elementen gänzlich frei ist. „Neverending Storm“ heißt das Stück und bietet treibenden Metalcore von der ersten bis zur letzten Sekunde: Wuchtiges Drumming und ein stimmungsvoller Einsatz der drei Saiteninstrumente erzeugen viel Groove, während die teils geschrienen, teils dezent gesungenen Vocals dem Hörer weiter einheizen.

Auffallend sind die Riffs, die nämlich so gar nicht typisch deutsch klingen. All I Left Behind genügt es nicht, sich auf standardmäßigen Chug-Riffs auszuruhen, viel mehr erinnern die Riffs an einen australischen Sound wie man ihn von Parkway Drive oder Northlane kennt.  Besonders gut zur Geltung kommt diese hervorragende Gitarrenarbeit bei dem Song „Sea Of Thoughts“, in dem gekonnt brachiale Breakdowns mit bestechenden, melodischen Elementen in Einklang gebracht werden. Bei Live-Auftritten ist der Song „Apathy Of Soul“ sicherlich ein Garant für ein gewisses Mindestmaß an Bewegung vor der Bühne, denn der schnelle Track vereint eine grandiose, treibende Energie in sich, die unter anderem auf die perfekte Abstimmung der Rhythmusfraktion mit den melodischeren Parts zurückzuführen ist. Auch wenn noch kein Matt Greiner an der Schießbude sitzt, so erinnert dass starke Drumming doch an Bands à la August Burns Red oder Texas In July, da es immer den Song energetisch nach vorne treibt und nicht nur vom Standard-Moshbeat zum Blast wechselt - wie es leider bei viel zu vielen Bands der Fall ist -, sondern immer variiert, aber dennoch nicht etwa hektisch, eintönig oder gar unpassend wirkt, wodurch sich die Band schon von vielen anderen Formationen deutlich absetzt.

Zuletzt folgt mit dem Stück „Me, Traced“ der stärkste Song der Demo-EP, die Atmosphäre gewinnt nochmals an Energie, die melodischen Passagen reißen noch mehr mit und die gewaltigen Breakdowns erreichen eine neue, noch höhere Stufe der Durchschlagskraft, ohne dabei jedoch zu sehr auszuufern und das clevere Songwriting zu stören. Selbst Songs um die fünf Minuten klingen hier nicht eintönig, da die Band ein großartiges Gefühl für ein spannendes und abwechslungsreiches Songwriting hat, das den Hörer so schnell nicht mehr loslässt.

All I Left Behind sind definitiv eine der vielversprechendsten Bands in diesem Bereich und überzeugen auf ganzer Linie – wenn die Band so weitermacht und diese Demo-EP nicht in zu großer Auflage gepresst wurde, habe ich keinerlei Zweifel daran, dass sie eines Tages zum gefragten Sammlerstück avancieren wird. Avancieren wird auch die Band – und zwar, sofern sie das Niveau dieser EP noch weiter übertreffen kann, zu einer der gefragtesten deutschen Metalcoreband überhaupt. Eine realistische Chance auf internationalen Erfolg kann man auf jeden Fall erkennen.

comments powered by Disqus

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging