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Alice Cooper: Raise The Dead – Live From Wacken

Einer der letzten ganz großen Rockstars zeigt, dass er es immer noch locker mit jedem aufnehmen kann
keine Wertung
Genre: Hard Rock/ Heavy Metal
Spielzeit: DVD: 75 min + 20 min Interview / CD: 95:04
Release: 17.10.2014
Label: UDR Music

Es ist schon eine geile Kombination: Alice Cooper und Wacken. Zwei Stichworte, die, eingegeben in eine Suchmaschine, wahrscheinlich unzählige Treffer liefern würden. Genau diese Kombination ergab sich im Jahr 2013, als der Großmeister des Schock-Rock beim größten Metal Festival Europas (der Welt?) sein Stelldichein gab. Und so, wie man sich eine so besondere Show des Ausnahmekünstlers vorstellt, so ist der Auftritt auch. Zu Beginn konzentriert sich die sechsköpfige Truppe noch sehr stark auf das reine Musizieren, aber ab „Dirty Diamonds“ mit zugehörigem Schlagzeugsolo geht der Auftritt immer mehr in die Richtung einer Theatervorstellung. Natürlich lassen die großen Kracher noch warten. Das Set hat ja noch einiges mehr zu bieten.

Während man das Schauspiel noch auf sich wirken lässt, kann man sich die Zeit nehmen und die Bild- und Tonqualität einmal genauer unter die Lupe nehmen. Beides erstrahlt in der typisch guten Qualität, die auch die jährlich erscheinenden Wacken-DVDs haben. Der Ton ist brillant und auch das Bild lässt keine Wünsche offen. Im Gegenteil, den Konzertmitschnitt gibt es nicht nur auf DVD, sondern auch auf Blu-ray. Auf den Klang wirkt sich das bestimmt nicht mehr maßgeblich aus (der Redaktion liegt die DVD-Version vor), aber die Bildqualität dürfte auf der Blu-ray-Version schon noch deutlich besser sein. Auf jeden Fall ist es so, dass es durchaus Spaß macht, die CDs zu hören. Aber den richtigen Spaß hat man mit dem Konzertmitschnitt auf DVD/ Blu-ray.

Ein Alice Cooper-Konzert muss man ansehen, nicht nur anhören. Was man zu sehen bekommt, ist auch ganz schön beeindruckend. Alice ist bei bester Laune und Stimme. Seine Band hat ganz offensichtlich auch jede Menge Spaß und die Meute, die diesen Gig live ansehen konnte, freut sich wie ein Zwölfjähriger, der Papis Pornosammlung entdeckt hat (Ich war selbst vor Ort, habe mir den Gig aber aus irgendeinem Grund nicht angesehen. Dafür könnte ich mich nun im Nachhinein in den Arsch beißen. – Anm. d. Verf.) (wir wollen hier aber etwas über die Pornosammlung lesen; Anm. d. Red.). Auffällig ist, dass die Audio CDs 24 Lieder umfassen, aber auf der DVD (wahrscheinlich auch auf der Blu-ray) zwei Titel fehlen. „Revolution“ und das Hendrix-Cover „Foxy Lady“ fehlen. Die Hintergründe sind unbekannt.

Also gut, Butter bei die Fische. Dieses Teil gehört in den Schrank eines jeden Alice Cooper-Fans. Ganz klar. Aber auch wenn man mit dem Schock-Rocker eigentlich nicht soviel anfangen kann, könnte die Silberlingsammlung interessant sein. Nämlich dann, wenn man Live-Konzerte und deren Mitschnitte mag. Das Konzert wurde wirklich in guter Qualität verewigt. Das macht sich bezahlt. Leicht schlägt die großartige Stimmung auf die heimische Couch durch. Ein gutes Bierchen dazu (aber nicht die Plörre, die beim W:O:A ausgeschenkt wird) und schön laut machen. Bei „School’s Out“ darf dann auch mitgetanzt werden.  

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