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Alazka: Phoenix

Ein standesgemäßer "Neuanfang" mit etwas Luft nach oben
Wertung: 7,5/10
Genre: Metalcore, Emo, Post-Hardcore
Spielzeit: 41:12
Release: 19.10.2017
Label: SharpTone Records/Arising Empire

Wenn man so will, haben Alazka eine Art Wiederauferstehung hinter sich, gibt es die Band doch schon knapp sechs Jahre – nur eben als Burning Down Alazka. Da sich einige der Gründungsmitglieder mittlerweile verabschiedet hatten, wurde es letztes Jahr Zeit für eine Neuorientierung, heraus kam der neue Bandname und das passenderweise „Phoenix“ betitelte neue Album. Im Oktober letzten Jahres bereits erschienen, hat das gute Stück auf den sozialen Netzwerken Dauerrotation erreicht – Grund genug, auch hier endlich mal nachzuspüren, was die Jungs unter neuer Flagge so fabrizieren.

Und die knapp 40 Minuten Laufzeit können sich sehen beziehungsweise hören lassen. Eine frische Mischung aus Post-Hardcore, Metalcore und Emo bläst hier durch die Boxen, für Metalcore-Ohren sicherlich zum Teil eher gewöhnungsbedürftig, durch die beiden Sänger Kassim und Tobias aber durchweg veredelt und spannungsgeladen, auch wenn gerade die klaren Gesänge teils ein bisschen abdriften und drohen, den Song ungewollt auszubremsen – meist kriegen die Alazka-Jungs aber höchst professionell die Kurve.

„Empty Throne“ wurde damals als erste Single nach der Neutaufe auserkoren, hatte also einen entsprechend schweren Stand; gerade der etwas nasale Klargesang kann hier die Punktevergabe ein bisschen nach unten drücken, der schwungvolle Refrain gleicht das aber doch wieder ganz gut aus und macht den Song alles in allem zu einem guten Botschafter für das aktuelle Album.

Was Alazka für klassische Metalcorefans vielleicht etwas schwierig machen könnte, ist die Umständlichkeit, mit der die Jungs ihre Songs oftmals einleiten. „Everglow“ beispielsweise klingt mit seinem emolastigen, beinah radiotauglichen Klargesang zu Beginn nun wirklich nicht wie ein Track, zu dem man ordentlich ausrasten kann, dabei kommt gerade im Refrain richtig schönes Geschrei durch die Boxen. Ähnlich gelagert, wenn auch deutlich dynamischer, präsentiert sich dann der Titeltrack, bei dem ebenfalls sehr nasale Klargesänge vorkommen, die aber wunderbar in den Kontext passen und durch die flotte Ablöse durch kräftige Shouts gut eingebettet werden.

Ein absoluter Abräumer ist den Recklinghausenern dann mit „Hearts Of Gold“ gelungen, einem etwas sperrigen, aber schwungvollen Track, in dem vor allem der Refrain mit seiner Paarung aus Screams und Clean Vocals doppelt und dreifach punkten kann, von der frisch sirrenden Gitarre ganz zu schweigen. Das leicht hysterische „Blossom“ kann als nächstes positiv auffallen, hat hier der Klargesang doch ohne Zweifel Ähnlichkeit mit den Briten Bury Tomorrow, was schon mal von Grund auf als Pluspunkt verbucht werden sollte. Alazka machen es hier aber keineswegs einfach, sondern versuchen den Hörer ein bisschen zu fordern – ohne zu überfordern.

Das ist übrigens ein Fazit, das man unter das komplette Album schreiben kann. Streckenweise etwas gewöhnungsbedürftig für ungeübte Ohren, sollte jeder Core-Fan früher oder später in der Lage sein, viele kleine und größere Highlights auf „Phoenix“ zu entdecken. Ein gelungener „Neustart“, wenn auch noch mit ein wenig Luft nach oben. Die hohle Phrase „Man darf gespannt sein, was da noch kommt“ stimmt hier ausnahmsweise tatsächlich.

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