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Al: Kiss My Ass

Dreckiger als Elefanten nach dem Schlammbad
Wertung: 7/10
Genre: Garage Rock
Spielzeit: 32:40
Release: 01.03.2011
Label: New Way Music

Garage Rock wird häufig als Genrebezeichnung herangezogen, wenn der CD-Sound einfach nicht so richtig gut geworden ist. Dabei ist nachher immer schwer abzuwägen, was nun absichtlich schräg klingt und was eben einfach verhunzt wurde. Nicht zuletzt bleibt der Sound aber auch immer noch Geschmackssache. So kommen wir direkt zu einem der prägnantesten Punkte der neuen Scheibe der Band Al.

Der CD wurde ein sehr mittenbetonter, fast schon punkiger Sound verpasst, der die einzelnen Instrumente einschränkt. Mit Ausnahme der Basstrommel klingen alle Instrumente, sogar der E-Bass, recht blechern. Da helfen dann die brillanten Höhen auch nicht weiter, denn die schieben den Gesamtsound noch weiter in die Höhenrichtung. Was bei den Instrumenten durchaus noch verkraftbar und auch in der oben schon kurz angesprochenen Punkrock-Musik durchaus üblich ist, das verhält sich beim Gesang dann doch anders. Die Stimme klingt nämlich, da sie dem gleichen Schema angepasst wurde, dünn und sie verliert an Ausdrucksstärke. Frontmann Gusti Lenz holt einiges davon durch seine ausgeprägte Stimme wieder herein. Interessanterweise wurde der weibliche Gesang in dem Stück „Ooh La La“ anders behandelt. Dieser klingt nämlich voll und natürlich. Der Sound erinnert irgendwie an eine Mischung aus The Offspring und den Sex Pistols - ungewöhnlich, aber irgendwie interessant. 

Viel unterhaltsamer wird es, wenn man sich den Themen des Rundlings widmet. Al verarbeiten Themen des alltäglichen Lebens im näheren („Kiss My Ass“) und auch ganz weit entfernten („The Vampire“) Sinn, und legen dabei eine ganz eigene Art von Ironie und Selbstironie an den Tag. Dabei wird immer darauf geachtet, möglichst cool zu wirken. Größtenteils funktioniert das auch sehr gut. Auffällig ist auch, dass das Album mit einer Coverversion beginnt. Insgesamt wurden vier Stücke anderer Schöpfer auf der Langrille verbaut. Die Coverversionen sind dabei bunt über die ganze Spielzeit verstreut. Die CD beginnt sogar mit einem Stück von Kurt Cobain und Nirvana. Auch die anderen Cover sind von prominenten Urhebern. So findet sich auch der Name Bob Dylan unter den Originalkomponisten. Allerdings ist die auf der CD befindliche Version des Klassikers „Knocking On Heavens Door“ sehr gewöhnungsbedürftig, wenngleich auch nicht schlecht. 

Musikalisch geht „Kiss My Ass“ zurück zu den Wurzeln der Hard-Rock- und Punk-Rock-Musik. Es dominieren Drums im geraden Vier-Vierteltakt und der Gitarrist schrubbt seine Akkorde schon beinahe gelangweilt herunter. Tatsächlich reißt aber Gusti Lenz mit dem Gesang immer wieder das Ruder herum. So entsteht ein kurzweiliges "Voll-in-die-Fresse"-Rock-Album, das sich nach kurzer Eingewöhnungsphase im Gehirn festsetzt. Die Eigendynamik der Songs kann durchaus ihre Wirkung entfachen. Zu empfehlen ist das Album vor allem Freunden von Punk Rock und Grunge Rock. 

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