Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Aisling: Aisling/Tráth Na Gaoth

Starke Songs, schwacher Sound
Wertung: 6.5/10
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 60:19
Release: 31.03.2006
Label: Soulfood Music Distribution GmbH

Vorliegendes Album ist die Wiederveröffentlichung des Debüts von 2002, angereichet mit den Tracks einer 2003 erschienenen Mini CD. Selbstverständlich wurden diese Aufnahmen noch einmal remastert und neu abgemischt. Diese aus Italien stammende Band hat sich dem Pagan Metal verschrieben, spielen diesen aber wesentlich härter als Genrekollegen wie bspw. Ensiferum. Speziell die Gitarristen entlocken ihren Instrumenten ein ums andere Mal traumhafte Black Metal Melodien, für die viele „wahre“ Black Metaller töten würden. Das ganze wird dann noch mit cleanem Gesang, schnellem Drumming und natürlich aggressivem Kreischen gewürzt und fertig ist die gelungene Platte...

...nun ja, oder auch nicht?! Was ist denn da bei der Produktion passiert? Für eine Underground CD tönen die Hymnen erstaunlich klar aus den Boxen d.h. man kann die Gitarrenarbeit genießen, die Keyboards verbreiten eine schöne Atmosphäre und klingen nicht billig und auch der Mann an den Drums ist druckvoll zu hören. Es hakt allerdings am Gesang, denn während die klaren Gesänge eben als solche zu erkennen sind, wirkt der Kreischgesang (der einen Großteil der Vocals ausmacht) völlig dumpf. Stellt es euch mal so vor: Der Sänger stellt sich in den Türrahmen, legt über das 5 Meter entfernte Mikro noch ein dickes Handtuch und legt dann los. Ungefähr so leise ist das ganze dann aufgenommen.

Dieser Punkt zerstört Songs wie den druckvollen Opener “The Oracle Of Dehumanization“ zwar nicht, aber es stört einfach. Dabei verbergen sich auf dieser CD einige Perlen. Besonders erwähnt sei das geschickt mit akustischen und “geknüppelten“ Elementen spielende “Misanthropic Salvation“, das mit besserer Produktion ein wahrer Killer wäre. Sehr gelungen ist das folkige “Duan Amhairghine (Amergin's Challenge)“, was völlig ohne Black Metal auskommt. Vielmehr erwartet den Hörer eine melancholische Ballade, die mit weiblichem Gesang und Celli begeistern kann. Das Album pendelt stets zwischen diesen Extremen hin und her, verliert aber nie den roten Faden. Die Band hat also wirkliches Talent und hebt sich angenehm von all den Ensiferum- und Equilibrium-Klonen ab.

Von mir aus schlagt und verdammt mich, aber mir geht diese Produktion wirklich auf die Nerven. Ehrlich gesagt will ich gar nicht wissen, wie die Songs in ihren ursprünglichen Versionen geklungen haben. Ich weiß, dass es gerade im Black Metal nicht wichtig (oder sogar erwünscht) ist, einen Killer-Sound zu haben, aber diese Zweiteilung ist schon irgendwie seltsam. Kann der Mann nicht gut kreischen oder was sollte das werden? Wirklich schade drum, denn dieses Album ist stark, wirklich stark. Aber so kann ich es nicht genießen.

comments powered by Disqus

Wolken mit Gesichtern oder Jesus auf einem Pfannkuchen

Hinzu kommen Borknagar, Wolfheart und Hinayana

Neues Album und Tour im nächsten Jahr

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna