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African Corpse: Conclusion 17

Ein würdiger Nachfolger
Wertung: 8,5/10
Genre: (Neo) Thrash Metal, Hardcore
Spielzeit: 36:28
Release: 06.10.2017
Label: Eigenproduktion

Die Heilbronner African Corpse sind zumindest regional beileibe keine unbekannte Truppe mehr, mitsamt Bands wie The Prophecy²³, Circle Of Silence, Into Darknes oder auch Cypecore gehören sie mit zum tourfreudigsten, was Baden-Württemberg zu bieten hat und haben sich in den letzten Jahren eine entsprechend große Fangemeinde erspielt. Zeit wurde es also, endlich ein neues Album nachzulegen, der Vorgänger „Corpsewar“ hatte doch schon einige Runden in der heimischen Musikanlage hinter sich.

Alles neu macht der Oktober, mittlerweile ist die „Conclusion 17“ brandneu veröffentlicht und bietet wieder eine ordentliche Mischung aus Death, Thrash und Hardcore; damit schlägt die Truppe in dieselbe Kerbe wie die mittlerweile auf Eis gelegten New Born Hate aus dem Rhein-Neckar-Kreis, Sänger Chris hat aggressionstechnisch scheinbar noch eine Schippe draufgelegt, der Sound ist gleichzeitig transparenter und man scheint sich deutlich mehr zuzutrauen – nach gut acht gemeinsamen Jahren gehört sich das auch nicht anders.

Ein erster Pluspunkt lässt nicht lange auf sich warten, haben wir es doch hier wahrscheinlich mit der einzigen Scheibe in diesem Halbjahr zu tun, bei der das Intro sinnvoll genutzt wird: Wenn auch der Titel „Opener“ nicht unbedingt kreativ gewählt ist, so leitet das gute Stück doch den ersten „richtigen“ Track „Phoenix“ (und damit auch den ersten Anspieltipp) logisch ein; einen Stampfer vor dem Herrn, der schon gepresst kein Auge trocken und keinen Fuß stillstehen lässt – nicht auszudenken, was dieser Kracher live ausrichten kann!

Schon hier wird ein recht düsterer Unterton auffällig, der fast die gesamte Platte beherrscht und dem Sound der Truppe verdammt gut zu Gesicht steht – wo „Corpsewar“ teils noch ein Fitzelchen zu flach wirkte, hat „Conclusion 17“ einiges an Tiefe dazugewonnen; ein gutes Beispiel hierfür ist gerade auch „Masked“, das durch die Nutzung von dezenten Melodien und den Einschub von klarem Gesang aus dem Albumrahmen fällt. Auch „Blinded By Fear“ kann positive Resonanzen abstauben, gerät Chris‘ Geschrei hier doch richtig schön steril und damit fast schon melodisch-todesmetallisch, auch die eingeschobenen Gitarren könnten aus dem Melo-Genre stammen, in den Strophen wird dafür aber ziemlich ordentlich nach vorne geballert.

Ein Album dann letztlich wirklich mit Punkten zu bewerten, ist immer schwierig; orientieren wir uns also ein bisschen am Vorgänger, das immerhin auch schon ziemlich großartige 8,5 Zähler einheimsen konnte und bleiben einfach in dieser Größenordnung: „Conclusion 17“ wirkt für mich einen Hauch düsterer, hat aber den ein oder anderen Song, der eher ein wenig ungehört vorbeirauscht und neben solchen Übertracks wie „Phoenix“ einfach ein bisschen untergeht. Falsch gemacht haben African Corpse aber auch hier sicherlich nichts – 8,5 Punkte sind und bleiben eine Hausnummer.

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