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AFI: The Missing Man

Straighte EP, bei der jeder Song zieht
keine Wertung
Genre: Alternativ Rock
Spielzeit: 15:28
Release: 07.12.2018
Label: Ex Noctem Nacimur

Seit mittlerweile siebzehn Jahren tummeln sich AFI nun im Musikgeschäft und durchlebten einige musikalische Veränderungen. Gestartet mit Punk-Rock, der schon mal mit einem Schuss Horror-Punk versehen wurde, ging es dann doch stetig weiter in Richtung Rock und seit geraumer Zeit möchte die Band sich auch als „normale“ Rock-Band verstanden wissen. Die Erfolge der Amis möchte man derweil vorwiegend in ihrer Heimat ausmachen, während sie wohl hierzulande nicht ganz so bekannt sind. So erreichte ihr aktuelles Album „The Blood Album“ einen bemerkenswerten 5. Platz in den Billboard-Charts, während hier das Album etwas durch die Lappen ging.

Erstaunlich ist nun, dass die Amis bereits ein Jahr nach Erscheinen der Scheibe die nächste EP bereithalten. Ob es nun die Überreste von „The Blood Album“ oder tatsächlich neue Werke sind, ist unbekannt und spielt letztendlich auch keinerlei Rolle, immerhin boten zwei bereits ausgekoppelte Songs eh schon einen angenehmen Vorgeschmack auf „The Missing Man“. Das titelgebende Stück stellt dabei einen der Vorboten dar und unterscheidet sich zugleich am stärksten von den restlichen vier Tracks. Selbst wenn „Back Into The Sun“ ebenfalls in ruhige Gefilde abschweift, wirkt „The Missing Man“ deutlich introvertierter, was nicht zuletzt an den anfangs gegebenen esoterischen Touch und den sich weit ausbreitenden Gitarrenlinien liegt. Vielleicht trifft der Titel damit nicht jedermanns Geschmack, markant und gelungen ist er allerdings allemal.

Die restlichen Titel sind hingegen von einer größeren Eingängigkeit geprägt, schon der Opener „Trash Bat“ offeriert einige Breaks und Tempoverschiebungen, die das Stück ungemein beleben und zu einem typischen Alternativ-Rock-Song erheben. Gar zu wild geht man hier zwar nicht vor, aber AFI spendieren eben ausreichend Drive, um dem Hörer automatisch mitgehen zu lassen. Ähnlich läuft es es beim direkten Nachfolger „Break Angels“, der mit einem ungemein eingängigen Refrain um die Ecke kommt. Hier werden noch ein paar Keyboard-Sequenzen eingearbeitet, ein paar hymnische Akzente eingebracht und das Ganze mit einem leichten Pop-Einfluss versehen, der den gesamten Titel noch zugänglicher macht.

Letztlich möchte man aber das treibende „Get Dark“ als das Highlight der EP einstufen, welches mit seinen anfänglichen kurzen Riffs mächtig den Bewegungsdrang herausfordert. Unterm Strich bleibt es aber wieder Geschmackssache, welchen Song man hier favorisiert. AFI haben zumindest alles dafür getan, um ein markantes Scheibchen hinzulegen, bei dem jeder Track gut funktioniert und Freunde alternativer Musik ansprechen sollte.

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