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Aetherius Obscuritas: Layae's Cradle

Es fehlen die fesselnden Songs
Wertung: 3.5/10
Genre: Black Metal
Spielzeit: 47:14
Release: 01.06.2006
Label: Northfire Records

Dass Ungarn mehr zu bieten hat als wunderschöne Landschaften und lecker schmeckende Salami, will Aetherius Obscuritas dem gemeinen Metal-Konsumenten beweisen. Zur Untermauerung der These sind alle Lyrics komplett in der Muttersprache verfasst (hoffe ich jedenfalls, denn mir sieht das im Booklet recht ungarisch aus). Einzig bei den Songnamen hat man sich zu einer Übersetzung hinreißen lassen.

Wer aber denkt, dass es sich bei Aetherius Obscuritas um eine richtige Band handelt, der ist auf dem Holzweg. Arkhorrl, Sänger und Gitarrist von Sudden Death, hat sich mit „Layae´s Cradle“ wohl wieder einen Herzenswunsch erfüllt und erschuf kurzerhand im Alleingang den kompletten Silberling. Ok, beim Bass hat er auf fremde Hilfe zurückgegriffen und die Drums scheinen nicht auf dem gesamten Album „echt“ zu sein. You know what I mean?

Aber wie dem auch sei. „Hinten werden die Enten fett“, sagt ein Bauernsprichwort. Und hinten heißt in diesem Fall die Musik und nicht der Aufnahmeprozess. Und gerade bei der angesprochenen Musik nimmt das Label einen Begriff wie „Ungarischer Elite Black Metal“ mit in die Info auf. Ziemlich hoch gegriffen, nenne ich das, kann doch die Platte diesem Prädikat in meinen Ohren nicht gerecht werden.

Klar sind alle Zutaten vorhanden, um hier von richtigem Black Metal zu sprechen. Doch das einzige Plus der Scheibe ist der Fakt, dass sie weder Old School klingt, noch modern. Wie immer liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.

Ein Song wie das Titelstück „Layae´s Cradle“ kann mich dann zum Anfang auch richtig überzeugen. Nach einem kurzen Chor-Intro knallen die Blastbeats rasant nach vorne los und eine starke Melodie entfaltet sich auf der Raserei. Gekonnt wird im weiteren Verlauf des Songs die Geschwindigkeit mal nach unten und dann wieder nach oben korrigiert und der ein oder andere interessante Zwischenteil eingefügt. Starker Anfang, bei dem ich mich tierisch auf den Rest der Platte gefreut habe. Doch meine Mundwinkel senkten sich mit jedem weiteren Song. Schade, schade.

Was mich am Rest wirklich nervt, das ist das „stundenlange“ Rumreiten auf ein um dem selben Riff. Und da diese zum überwiegenden Teil nicht der Weisheit letzter Schluss sind, macht sich zwangsläufig Monotonie breit. Ein fies stampfender Track wie „Black Harp“ geht da noch halbwegs in Ordnung, wenn ich mal von den seltsam tönenden Keys absehe, die da irgendwann präsentiert werden.

Verschweigen will ich hier nicht das Burzum-Cover, welches der Alleinstreiter mit auf den Rundling gepackt hat. Wenn man danach fragen würde, dann hieße es bestimmt: „Mir ist nur die Musik wichtig“. Was ich ihm auch abnehme. Aber auch wenn eine Band soundtechnisch als Einfluss den Meister hatte, warum muss man einen Schwachkopf wie den Burzum-Frontmann mit einer Coverversion huldigen?

Kurz gesagt muss Ungarn doch auf eine andere Hartwustkapelle warten, damit sich nicht nur die Landschaften und die Salami in das Gedächtnis der Musikhörer festsetzt, wenn sie an das Ländle denken. Denn Aetherius Obscuritas fehlen die fesselnden Songs, um gegen die Heerscharen wirklich guter Bands des Undergrounds anzukämpfen.

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