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Aesthetic Perfection: A Violent Emotion

Alles neu - und trotzdem sich selbst treu
Wertung: 9/10
Genre: EBM
Spielzeit: 49:54
Release: 26.09.2008
Label: Out Of Line

Endlich ist es da: Das zweite Werk von Aesthetic Perfection, auf das man drei lange Jahre warten musste. Zwar wurde man zwischendurch mit dem Album “Blood Spills Not Far From The Wound” des Nebenprojektes Necessary Response verwöhnt, aber Necessary Response ist eben nicht Aesthetic Perfection.

Mit dem Intro „The Violence“ beginnt die CD und direkt wird klar, dass diese CD nichts für zarte Gemüter ist – gewaltig und mit viel Druck kommt das monotone Intro aus den Boxen, bevor dann „Spit It Out“ beginnt. Eine treibende Synth-Bassspur, aggressiver, verzerrter Gesang und überraschend klare, melodische Synthesizer zeigen auf, dass sich Mastermind Daniel Graves nicht mit dem zufrieden gibt was er bereits erreicht hat, sondern immer weiter neu experimentiert.

Ein toller Clubhit wird mit „The Siren“ geliefert – viel Groove, ein tanzbarer Beat, und wohlklingende, EBM-beeinflusste Synthesizer liefern sich ein Duell mit klarem Gesang – ein weiteres Anzeichen für Weiterentwicklung, denn das hatte es zuvor noch nicht bei Aesthetic Perfection gegeben. Das Daniel Graves singen kann, ist allerdings schon spätestens seit dem Release des Albums seines Nebenprojektes bekannt – schön, dass er von diesem Talent nun auch bei seinem Hauptprojekt Gebrauch macht, ohne dabei jedoch die gewohnte Aggressivität zu verlieren, die durch eine zweite, verzerrte Gesangsspur gewährleistet wird.

Noch mehr Stimm-Spielereien finden sich dank des Einsatzes eines Vocoders bei „Living The Wasted Life“, ein toller Song, der schon von einigen Samplern bekannt ist und durch melodische sowie harmonische Elemente überzeugt, die elegant mit aggressivem Gesang gemischt wurden, sodass im Club vermutlich kein Bein stehen bleiben wird. Zur Einstimmung auf den ruhigen, letzten Track gibt es an vorletzter Stelle des Albums ein melodisches Instrumental namens „Arsenic On The Rocks“.

Der letzte Song, „The Ones“, ist mit einer Spielzeit von sechs Minuten der längste Track des Albums und auch der ruhigste – ein wummernder Beat gibt zwar auch bei diesem Ohrwurm den Takt vor, allerdings wurde das Tempo drastisch zurückgeschraubt. Die Synthesizer sind erneut ziemlich melodisch gehalten, der Gesang vollkommen klar, ohne jedoch auch nur ein Stück weit nach Necessary Response zu klingen.

„A Violent Emotion“ ist ein tolles Album geworden, das keine Ausfälle sondern nur gute und sehr gute Songs aufweist. Schade ist allerdings, dass die versprochene Bonus-CD, die im Januar 2008 mit einem Remix-Contest angekündigt wurde, weder bei dem Out Of Line-Release des Albums, noch bei der Version des amerikanischen Publishers, Bractune Records, vorhanden ist – besonders, da die Remixe sicherlich vielversprechend gewesen wären, wenn man sich erinnert wer an dem Remix-Contest teilgenommen hat, wie beispielsweise der Underground-Tipp Hexen Prozess oder die im Mai angekündigten Gewinner des Contests – Menschdefekt und Animassacre, deren Remixe definitiv auf besagter Bonus-CD landen sollten. Vielleicht folgt ja bald eine EP oder eine ganze Remix-CD – so lange kann ich nur empfehlen „A Violent Emotion“ zu kaufen, denn hier wird Aggrotech-EBM allererste Güte geboten!

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