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Aeons Confer: Symphonies Of Saturnus

Ein Kleinod des metallischen Handwerks
Wertung: 9/10
Genre: Modern Metal / Symphonic Metal / Dark Metal
Spielzeit: 79:06
Release: 05.10.2013
Label: Eigenproduktion

Seit 1997 ist die Band schon im Geschäft. 2003 gab es das erste Lebenszeichen in Form einer EP und erst jetzt, zehn Jahre später kommt das erste Album der Hamburger. Die Outputrate von Aeons Confer ist also alles andere als hoch. Wendet man nun den Spruch „Was lange wärt wird endlich gut“ an, dann muss „Symphonies Of Saturnus“ ein Hammeralbum sein.

Bevor ein Urteil erstellt wird betrachten wir den Sound der Platte einmal genauer. Aeons Confer haben die Scheibe in Eigenregie erstellt. Dafür ist der Klang des Silberlings überraschend gut geworden. Er ist klar, druckvoll und mit sauberen Höhen versehen. Die Gitarren sind leicht überproduziert, aber dafür klingt das Schlagzeug ziemlich wuchtig und bis auf die Bass-Drum auch recht natürlich. Über diesem Soundteppich liegt die Stimme von Shouter Bernhard. Die Schreistimme wurde recht kehlig und künstlich gemischt. Das ist momentan anscheinend in. In letzter Zeit taucht dieses Phänomen recht häufig auf. Dafür ist der Klargesang richtig gut geworden. Zwar schwimmt die Stimme da in einer Vielzahl von elektronischen Effekten, aber diese sind mit Bedacht angewandt und unterstützen den Ausdruck des Gesangs sehr gut.

Auffällig sind die vielen Soundeffekte. Das Intro alleine bietet schon ein ganzes Sammelsurium davon und in vielen Songs sind auch einige davon verbaut. Meistens sind diese recht gut angewandt, wie zum Beispiel bei „Renaissance“. Allerdings geht die Anwendung der Effekte auch manchmal schief. Bei „Alienate“ ist im Hintergrund immer wieder eine Art metallisches Klirren zu hören. Dieses kommt zwar schön im Takt, nervt mit der Zeit aber trotzdem gewaltig, weil es klingt, als hätte ein Hochtonlautsprecher einen Treffer weg. Dafür hat in dem Titel Basser Holger einen schönen Soloauftritt, der das Geklirre schon fast wieder vergessen macht.

Die Songs auf „Symphonies Of Saturnus“ sind sehr komplex ausgefallen. Die über 70 Minuten Spielzeit der Scheibe müssen ja auch gefüllt werden. Da gibt es dann schon mal ein Lied mit über 10 Minuten Spielzeit. Zwei weitere kratzen an dieser Marke. Trotz der Tatsache, dass die Kompositionen der Hamburger keine leichte Kost sind und die Platte zusätzlich noch ein Konzeptalbum ist, sind die Lieder eingängig genug, dass man sie locker auch einzeln oder nebenher hören kann.

Insgesamt ist „Symphonies Of Saturnus“ sicherlich eine der besten Platten, die im Jahr 2013 das Licht der Welt erblickt haben. Die Spannung baut sich immer wieder bis zum zerreißen auf und entlädt sich in fulminanten Prügelattacken oder weiten Melodienwelten. So umfangreich wie die angewandten Stilmittel sind, so umfassend sind auch die Stimmungen, die Aeons Confer mit „Symphonies Of Saturnus“ kreieren. Hoffentlich dauert das nächste Album nicht wieder zehn Jahre.

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