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Aeon Sable: Per Aspera Ad Astra

Ohne Fleiß kein Preis
Wertung: 7/10
Genre: Gothic Rock
Spielzeit: 40:13
Release: 15.02.2010
Label: AF-Music

Eine Gothic Rock-Projekt aus dem Westen Deutschlands, aus Nordrhein-Westfalen, mit einem französischen Namen betitelt sein Album nach einer lateinischen Sentenz des römischen Philosophen Seneca, der – nach heutigen geographischen Bestimmungen – in Spanien, genauer in Córdoba, geboren wurde, während die Songtexte auf Englisch verfasst sind. Verwirrend? Vielleicht. Durchdacht? Bestimmt.

Der Bandname Aeon Sable kann grob mit „Sand der Ewigkeit“ übersetzt werden, der Titel des Albums lautet im deutschen wörtlich übersetzt „Durch das Rauhe zu den Sternen“ und soll bedeuten, dass man durch Arbeit zu den Sternen gelangt. Dieses Motto ist überaus treffend für das Debüt-Album des Duos bestehend aus Din-Tah Æon und n1n0, denn nur wenn man sich in die teilweise recht komplexe und schwer zugängliche Atmosphäre dieses Werkes fallen lässt, weiß man die „Sterne“, die Perlen, die sich in diesen Stücken verbergen, zu schätzen. Der Opener „Darkriders“ wird bestimmt von dumpfen, schwermütigen Bässen, sanften Gitarren, zaghaften Drums, sowie ebenso zögerlichem Gesang und endet sehr friedlich ohne wirklich aus sich herausgegangen zu sein. Da hält man es bei Song Nummer Zwei, „At The Edge Of The World“ bereits anders, die sehr simple, aber stimmungsvolle Saitenarbeit schallt deutlich direkter aus den Boxen und auch der Gesang klingt bereits etwas mutiger.

Gänzlich anders als die ersten beiden Tracks klingt jedoch der dritte Titel auf der Tracklist: Bei „Exodus“ wird der Verzerrungsgrad der Gitarren deutlich angehoben, der melodische Aspekt wird weiter in den Vordergrund gerückt und der etwas dumpfe und im Hintergrund gehaltene Gesang fällt dennoch kraftvoller als zuvor aus. Garniert wird dieses experimentelle Stück mit atmosphärischen Flächensounds, die den Song in ein passendes, düsteres Gewand kleiden. Das folgende Stück „Monument“ kann man als eine Mischung der so unterschiedlichen Arten der ersten drei Songs betrachten, wohingegen das Lied „Morning Sun (Remix)“ deutlich elektrolastiger ausgefallen ist. Am Synthesizer wagte man nochmals mehr Experimente als schon zuvor, und kreierte feine, melodische Sequenzen, die angenehm mit melancholischen Passagen kontrastieren. Mit dem letzten Song „Sever“ folgt ein weiterer, langsamerer Track, der mit pumpenden Gitarren aufwartet – diese klingen aufgrund der dumpfen und Hall-betonten Produktion stark nach Old School und erscheinen daher weniger wuchtig, als sie bei einer zeitgemäßen, modernen Produktion normalerweise sind. Wer nach dem vermeintlichen Ende dieses Songs noch etwas wartet, wird zu guter letzt mit einem akustischen Intermezzo überrascht werden, welches das Album dann gänzlich anders als man es bisher kannte, ausklingen lässt.

Aeon Sable haben hier ein typisches Gothic Rock-Album der Old School-Manier geschaffen, dessen Klang durchaus stark an die Vorbilder The Sisters Of Mercy und Fields Of The Nephilim erinnert, dabei allerdings immer eine individuelle Note parat hält. Die Musik ist über weite Strecken sehr simpel gehalten, allerdings weiß das Duo immer wieder im richtigen Moment mit experimentellen Effekten und Synths zu überraschen und versinkt so nicht in der Masse von zahlreichen, uneigenständigen Kopien der alten Gothic-Größen. Wenn man sich auf das „Rauhe“ einlässt, kann man mit diesem Album die „Sterne“ spüren.

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