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Advance Base: Animal Companionship

Nichts für Abenteuerlustige
Wertung: 4/10
Genre: Indie Poprock
Spielzeit: 33:12
Release: 21.09.2018
Label: Run For Cover Records

Irgendwie ist es ja schon nett, wenn Singer/Songwriter Owen Ashworth berichtet, dass ihn all die Probleme, die seine Freunde mit ihren jeweiligen Hunden hatten, dermaßen umgetrieben haben, dass er darüber ein Album schreiben musste. Tierliebe, musikalisch verpackt, da macht auch der Titel der neuen Advance Base-Scheibe „Animal Companionship“ wieder Sinn. Wir wissen ja schließlich alle, dass Tiere die besseren Menschen sind.

Mit dem locker-flockig dahin perlenden Indie-Poprock muss man klarkommen, auf knapp einer halben Stunde Spielzeit driftet der gute Mann mal von fast schon besinnlichen Tracks, bei denen schon der Titel unsagbar kitschig anmutet („You & Me & The Moon“) bis hin zu Stücken wie dem deutlich an die Achtziger gemahnenden „Rabbits“, das mit seinen beinah weihnachtlichen Synthies auch gut auf einen Soundtrack von beispielsweise „Top Gun“ gepasst hätte – ein bisschen Kitsch tröpfelt hier aus den Membranen, aber seien wir ehrlich, der gute Ashworth bedient sich auf „Animal Companionship“ ohnehin öfter mal an der Pathospalette.

Songs wie das eher monoton gehaltene „Same Dream“ tragen weniger dazu bei, dass man besonders gut bei der Sache bleiben kann und auch die tiefe Stimme des Sängers, die teils ohne jegliche Modulierung auszukommen scheint, ist nicht unbedingt eine Hilfe im Kampf gegen die Langeweile. Da haben musikalisch ähnlich gelagerte Bands wie The New Year schon besseren Output geliefert, obwohl auch hier gelten sollte: Der Schwermut darf zwar gerne mal Genüge getan werden, irgendwann reicht‘s aber auch mit der musikalischen Depression.

So rutscht man auf „Animal Companionship“ von einem Song in den nächsten und sucht nach dem zweiten Durchlauf recht verzweifelt nach einem Track, der irgendwie aus der Masse herauszustechen vermag. „Your Dog“ kann dann den Titel „Anspieltipp“ für sich einfahren, und das in erster Linie deswegen, weil a) es um Hunde geht und b) der gute Mann tatsächlich „bark bark“ in den Text hat einfließen lassen. Super.

Bei dem einen, einsamen Anspieltipp muss es dann leider bleiben, denn mehr als drei Durchläufe schafft der gesunde Menschenverstand hier einfach nicht ohne entweder müde zu werden oder in eine mittelschwere Depression abzugleiten. Dabei sind es nicht mal die Lyrics, die einen total derangiert zurücklassen, sondern die Kombination aus erstaunlich monotonem Gesang und diesen oberflächlich-zuckrigen Synthies, die an jeder Ecke lauern. Technisch gesehen kann man an der Platte nicht herum mäkeln, aber ihr wisst ja – die gute alte Geschmackssache. Wem Poprock im Allgemeinen zu aufregend ist, der kann sich auf „Animal Companionship“ sicherlich schön gemächlich austoben. Alle, die Musik suchen, an der sie sich reiben können und die aufwühlt, sollten eventuell die Finger von dieser CD lassen.

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