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Adorned Brood: Heldentat

Das Album besitzt gleichermaßen Licht und Schatten
Wertung: 5/10
Genre: Pagan, Folk Metal
Spielzeit: 49:39
Release: 29.09.2006
Label: Black Bards Entertainment

Es kommt einem fast wie eine Ewigkeit vor, dass man etwas von den deutschen Pagan / Folk - Metallern von Adorned Brood zu hören bekam. Doch nach vier Jahren, in denen es unheimlich still um diese Formation wurde, melden sich Adorned Brood mit “Heldentat” zurück. Auf ihrem mittlerweile fünften Album knüpfen sie von der musikalischen Ausrichtung her stark an den tollen Vorgänger “Erdenkraft” an, doch leider besitzt “Heldentat” nicht die Qualitäten dieses.

Dies beginnt schon mit dem uninspiriert wirkenden Intro “Es ist Zeit” und dem folgenden “Tanze mit dem Tod”. “Tanze mit dem Tod” hat zwar einen ordentlich krachigen Refrain, doch der Rest des Songs vermag es nicht, den Hörer zu packen und ihn aus seiner Realität zu entführen. Eskapismus ist eben meiner Meinung nach ein wichtiges Kriterium für ein gutes Album im Mittelalter - Genre. Ähnlich geht es mir mit “In Vitro”, das, wenn man mal vom genialen Querflöten - Part absieht, nichts Aufregendes bietet. Weder im Refrain, noch in den Strophen. Dies könnte auch an den teilweise schwachen Vocals von Sänger / Bassist Frost liegen. Auch auf dem Vorgänger “Erdenkraft” konnte man erkennen, dass er bei weitem nicht der beste Sänger des Genres ist, aber die guten Gesangsmelodien von damals haben dieses klar verdecken können. Doch auf “Heldentat” fehlt der Stimme das gewisse Charisma, was sehr schade ist.

Mit der Ballade “Farewell” geht es dann zumindest erst einmal wieder aufwärts, denn bei diesem Song schafft die Band es, zum ersten Mal auf diesem Album wirklich mitzureißen und zu begeistern. Es ist diese besondere, verträumte Stimmung, die diesen Song zum besten des Albums macht. Leider erreicht “Heldentat” mit “Sandmann” dann auch seinen endgültigen Tiefpunkt. Lyrisch und musikalisch ist das einfach nur peinlich. Wenn man schon über dieses ausgelutschte Thema singt, dann macht es doch bitte so, wie die Letzte Instanz auf ihrem Album “Ins Licht”.

Witzig und originell hingegen finde ich die “7 Tage lang” Coverversion, die in jedem Bierzelt für gute Stimmung sorgen kann. Natürlich ist dieses Lied an sich schon recht prollig und hätte als B - Seite oder Bonus Track besser in den Kontext des Albums gepasst. Aber nach dem schrecklichen “Sandmann” bin ich sogar froh über diesen Song, den man zwar nicht unbedingt jeden Tag hören kann, aber leicht/schwer angetrunken und in Partylaune kann dieser Song bestimmt punkten.

Sehr schön ist auch das stimmungsvolle Instrumental “Tierra del Fuego”, welches aufgrund seiner guten Instrumentierung verzücken kann. Generell ist es schon merkwürdig, dass gerade die ruhigeren Songs die einzig wirklich guten Songs des Albums sind. So auch die Semi-Ballade “Felidae”, welche wohl besonders den Katzenliebhabern unter euch gefallen wird. Hier kann auch wenigstens der kräftig rockende Refrain überzeugen. Schön, dass das Ende des Albums, mit dem Titelsong und dem guten Instrumental “...sie ist erwacht” hier anknüpfen kann und dass es nun nicht erneut zu einem Ausfall kommt, auch wenn diese Songs keine wirklichen Highlights sind.

Fazit: Adorned Brood’s “Comeback” - Album besitzt gleichermaßen Licht und Schatten. Im Licht stehen gute Songs, wie “Farewell” oder “Tierra del Fuego”, im Schatten Totalausfälle, wie “Sandmann”, und schwache Songs, wie z.B. “In Vitro”. “Heldentat” kann leider zu keinem Zeitpunkt mit dem genialen Vorgänger mithalten. Schade, denn besonders bei den schönen Querflöten - Parts zeigen Adorned Brood doch, was sie eigentlich auf dem Kasten haben.

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