Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Additional Time: Additional Time

Reicht leider nicht, um im Gedächtnis zu bleiben
Wertung: 4/10
Genre: Hardcore
Spielzeit: 09:03
Release: 11.11.2011
Label: Dead Serious Records

Hardcore aus deutschen Landen ist ja schon lange nichts Ungewöhnliches mehr. Bands wie Crushing Caspars haben den Weg geebnet für Bands, die klingen, als stammten sie direkt aus der New Yorker Hardcore-Szene. Additional Time reihen sich ein in die Riege der deutschen Hardcore-Kapellen und kredenzen den Kids mit dem selbstbetitelten 7"-Drei-Tracker-Debüt eine recht deftige Scheibe, die aber zumindest auf den ersten Blick nichts wirklich Neues bieten kann.

Erhältlich ist das gute Stück in schwarz, blau und rot und bietet damit auch schon fast mehr Auswahl als die CD selbst. Eine Spielzeit von gerade mal neun Minuten ist sogar für eine EP mau, allerdings würde eine entsprechende Qualität zumindest ein wenig für den kurzen Spaß entschädigen. Nun sind Additional Time keine schlechte Band, eigentlich machen sie alles richtig: relativ schnell erfassbare Beats, der Sound ist auch gut und Sänger Christian pöbelt sich wie ein Berserker durch die drei Tracks, aber hier greift trotzdem der alte Spruch "Kennste einen, kennste alle". Was ja in diesem Fall ohnehin nicht sonderlich viele sind.

Die Scheibe beginnt mit "Last Warning" und einer positiven Überraschung, nämlich dem Sound: Hier scheppert das Schlagzeug mal nicht wie bestellt und nicht abgeholt im Hintergrund herum, stattdessen gibt es druckvollen Sound und perfekt abgemischte Höhen und Tiefen auf die Ohren. Erster Pluspunkt also, und als dann Christian beginnt, sich in seinen Hardcore-Wahn hineinzusteigern, kann man auch nur zustimmend mit dem Kopf nicken. Bereits nach der Hälfte wird der zwei Minuten und 32 Sekunden umfassende Titel aber etwas fad.

Weiter geht es mit dem rasanteren "Inner Strength", bei dem auch die eigentlich gute Stimme des Sängers nicht so recht greifen will. Richtig genial kommt dann aber der letzte Track "The End" aus den Boxen: Der Song haut voll auf die Zwölf und kann auch über seine Gesamtlänge von über drei Minuten das Niveau halten. Hier kommen sehr Hardcore-untypische, aber geile Gitarren zum Vorschein, gemischt mit Breakdowns und aggressivem Gebrüll. Wieso nicht gleich so? So liefern Additional Time zu wenig zu spät ab - sicherlich wird die Band auf Albumlänge mehr können, denn Potenzial ist reichlich vorhanden, aber auf den vorliegenden drei Tracks können die Süddeutschen noch nicht so recht überzeugen.

comments powered by Disqus