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Adamas: Heavy Thoughts

Gut und dann doch nicht
Wertung: 6,5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 42:15
Release: 13.03.2015
Label: SG Records

Bei dem Stichwort „Metal aus Italien“ kräuseln sich hierzulande nicht nur diverse Stirnrunzeln noch etwas heftiger, sondern so manches „Die können kein Metal spielen“ wird da in die schnell abgehandelte Diskussionsrunde geworfen – Vorurteile zu pflegen ist machmal doch zu verlockend und kann so einfach sein. Adamas aus Spoleta, nicht unweit von Rom, liefern jetzt auch nicht gerade den Nachweis, sich näher mit dem Italo-Underground auseinander zu setzen, es sei denn, eine gute Produktion und gute handwerkliche Fähigkeiten an den Instrumenten reichen aus – eigentlich eine Selbstverständlichkeit heutzutage, wenn man etwas veröffentlichen will.

Live sind die Songs von „Heavy Thoughts“ ganz sicher der Bringer, da sie einen hohen Identifizierungscharakter mit Bands wie Megadeth, Sacred Reich, Overkill & Co. haben, doch manchmal geht die Kopiermaschinerie dann doch etwas zu weit, wodurch es dann auch zum deutlichen Punkteabzug kommt.

Gleich drei Gastmusiker haben sich Adamas ins Studio eingeladen. Zum einen shoutet der allseits bekannte Blaze Bayley (Wolfsbane, ex-Iron Maiden) gleich beim Opener und Titeltrack „Heavy Thoughts“ mit und hört sich dabei wie eine Kopie von Blitz von Overkill an, die ersten Takte erinnern mehr als deutlich an Sacred Reich, wobei die Italiener durchaus gekonnt mit den groovigen Metalgewalten spielen. Doch die Vorgabe zeigt sich so schon leider allzu schnell: Eigenständigkeit wird nun nicht gerade in großen Lettern geschrieben.

In dem ebenfalls groovig angelegten Thrasher „Morphine“, welches mit einem Piepston eingeleitet wird, was eine Lebenserhaltungsmaschine im Krankenhaus darstellen soll, erst aber durch den finalen Dauerton realisierbar wird, ist nun Gastsänger Christian Bartolacci (Ibridoma, Scala Mercalli) dabei, der schon eine recht gewöhnungsbedürftige Stimmfärbung hat, was hier aber eine  schöne, weil auch intensivere Abwechslung bringt. Insgesamt aber schielen Adamas schon arg gen einem Bastard aus Annihilator und Megadeth, was nicht zuletzt auch am Sänger Faithful Father liegt. Dritter Gast im Bunde ist dann noch Marco Vitali, der ansonsten seine Axt bei Ibridoma sowie Antagonism schwingt. Auch hier kann das Quartett zwar auch nicht alle Einflüsse abstreifen, punktet aber mit elegantem Riffing und baut ein wenig Alternative-Feeling in die eher thrashig gehaltenen Songs ein.

Dabei versuchen es Adamas ja durchaus mit dem Blick über den Tellerrand, wie „E.T.N.A.“ mit seinen fast funky Basseinlagen beweist, doch auch hier blitzen immer wieder eher Annihilator durch – sicherlich keine schlechte Referenz, aber wirklich authentisch geht halt anders. Ein wenig überrascht blickt man dann sicherlich beim Rausschmeißer „Dare Your Hate“ ins spärliche Booklet, meint man doch einen energischen Alice Cooper singen zu hören, während die Uptempo-Nummer „In Bond-Age“ einfach nur wieder Megadeth pur bedeutet. Nervig und überfüssig sind die Hidden Words ganz am Schluss, mit denen die CD dann schließt.

Wirklich zwingend ist nun „Heavy Thoughts“ aus dem Hause Adamas leider nicht, da die Querverweise dann zum Teil doch einfach zu groß sind. Ein bisschen mehr Seele, ein bisschen mehr Authentizität, und schon dürfte da das eine oder andere Pünktchen mehr bei herausspringen. So bleiben die Italiener leider dann doch den Beweis schuldig, dass sie mehr auf der Pfanne haben – spielen können sie ja durchweg, aber das reicht dann halt nicht immer. Thrashheads, die sich gerne in die Zeiten Anfang der Neunziger zurück sehnen, sollten mal ein Ohr riskieren, denn die sind in erster Linie eh angesprochen.

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