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Adagio: Archangels In Black

Nach langer Zeit ein Lebenszeichen der Franzosen
Wertung: 8/10
Genre: Progressive-/Power-Metal
Spielzeit: 47:45
Release: 06.02.2009
Label: Listenable Records/ Soulfood

Adagio bringen mit „Archangels in Black“ ihr nunmehr viertes Werk heraus. Vier Jahre ist es schon her, dass der Vorgänger „Dominate“ erschien. In dieser Zeit arbeiteten die fünf Franzosen nicht nur an neuem Material, nein, sie mussten sich nach dem Ausstieg von Gus Monsanto ebenfalls nach einem neuen Sänger umschauen, den sie nun in dem Finnen Chris Palin gefunden haben.

Jedoch nicht nur diese Position hat sich geändert, auch der Stil ist härter und etwas dunkler geworden. Kenner der Band können allerdings aufatmen, denn Adagio haben nichts von ihrem früheren Klang eingebüßt. Man findet stets noch neoklassische Elemente wie man sie auf „Sanctus Ignis“ einspielte, sowie orchestrale Klänge vom „Underworld“ Album. Das alles zusammen ergibt gesunden symphonisch progressiven Power Metal.

Einen guten Einblick in die neue Klangfarbe bekommt man schon beim Opener „Vamphyri“. Wird man doch sofort mit der härteren Gangart und eingestreuten Growls konfrontiert, wie man sie auch bei „Undead“ finden kann. Chris Palin hat dagegen eine sehr melodische Stimme, die gut zum früheren Sound der Band passt, aber auch einen schönen Kontrast zu den härteren Passagen bietet.

Tempomäßig geht man vor allem in der Gitarren und Keyboardarbeit leicht in Richtung Stratovarius, ist man hier doch sehr flott unterwegs, nur bei „Codex Obscura“ oder „Twilight At Dawn“ tritt man dezent auf die Bremse.

Wie schon zuvor angesprochen, finden sich weiterhin orchestrale Elemente und ein gewisser Bombast auf dem Album wieder. Zum einen beim Titeltrack und dem neunminütigen „Codex Oscura“, wo diese Klänge, im Zusammenhang mit Glockenschlägen, das Intro dominieren. „Twilight At Dawn“ hat noch einmal einen interessanten Mittelteil mit Orchester.

Um das Klangbild etwas abzurunden, lockert man den Sound immer wieder durch eingestreute Gitarren-Soli, Keyboardpassagen auf, oder betont einfach mehr die Rhythmusfraktion und lässt die ständig führende Melodie etwas in den Hintergrund treten.

Fazit: Adagio haben sich erneut weiterentwickelt, zeigen aber immer noch sehr guten Progressiv/ Power-Metal. Jedoch ist diese Entwicklung auch kritisch zu sehen, denn die fünf Franzosen scheinen sich nicht immer ganz sicher zu sein, welchen Stil sie nun spielen würden und dieses Hin und Her macht sich auch für den Hörer bemerkbar, was schade ist, denn es wäre mehr möglich gewesen. Hits wird man auf diesem Studiowerk wohl keine finden, ein gutes Album haben sie aber definitiv abgeliefert.

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