Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

AC/DC: Black Ice

Wo AC/DC draufsteht, ist auch AC/DC drin
Wertung: 7.5/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 55:38
Release: 17.10.2008
Label: Sony BMG

Es gibt Bands, die experimentieren viel herum und klingen auf jedem Album anders und es gibt Bands, bei denen weiß man genau, was man zu erwarten hat. AC/DC gehören bekanntermaßen eher zu letzterer Kategorie und das ist auch gut so, denn auch solche Gruppen braucht die Szene. Bei den Australiern stellt sich also vielmehr die Frage, wie stark die Songs der neuen Platte „Black Ice“ ausgefallen sind und weniger, was für Überraschungen die Hard Rocker diesmal parat haben.

Selbstverständlich sollte keiner, der bei klarem Verstand ist, glauben, ein Album des Kalibers „Back In Black“, „Highway To Hell“ oder „Let There Be Rock“ vorgesetzt zu bekommen. Diese Platten sind einzigartige Meilensteine in der Rockgeschichte und auch wenn die Erwartungshaltung nach all den Jahren, die seit der letzten Studio-Langrille „Stiff Upper Lip“ ins Land gezogen sind (immerhin beinahe eine Dekade), bei allen Beteiligten ziemlich hoch ist – solche Jahrhundertwerke werden auch AC/DC nicht mehr zustande kriegen.

Dennoch muss man feststellen, dass „Black Ice“ zumindest im Vergleich mit den Vorgängern „Stiff Upper Lip“ und „Ballbreaker“ eindeutig die Nase vorne hat. Die Qualität des Songmaterials ist ganz klar konstanter ausgefallen, die Produktion organischer und die wenigen neuen Elemente wie die Hinzunahme des Bottlenecks bei „Stormy May Day“ (erstaunlich, dass Angus Young erst nach 35 Jahren Bandgeschichte zum ersten Mal auf diese Idee kommt, denn bei der Musik, die AC/DC spielt, liegt es ja eigentlich nahe, die Slide-Gitarre bei dem ein oder anderen Song mal zu verwenden) stehen der Band sehr gut zu Gesicht und bringen ein paar zusätzliche Farbtupfer ins Gesamtbild. 

Positiv ist auch auch, dass Brian Johnson an seinem Gesang gearbeitet zu haben scheint; seine Stimme klingt etwas kräftiger, vielseitiger und – sofern das überhaupt möglich ist – streckenweise sogar melodischer.

Doch zu den Songs: Die ersten fünf Stücke zählen gleich zu den stärksten des gesamten Albums: Der Opener „Rock ’N’ Roll Train“ ist eine absolut würdige erste Single-Auskopplung; „Skies On Fire“ und das von einer typischen, simplen Bassline eingeleitete, treibende „War Machine“ grooven sehr gut, und „Big Jack“ und „Anything Goes“ stellen genauso wie das an achter Stelle stehende „Wheels“ wunderbar eingängige Mitgröhl-Nummern dar, die auf den nächsten Konzerten bestimmt von Tausenden Kehlen mitgesungen werden. Sehr gut auch das eher untypische, weil in der Strophe fast schon sanfte, melodische (jedenfalls für AC/DC-Verhältnisse) „Rock ’N’ Roll Dream“.

Natürlich kann dieses Niveau bei insgesamt immerhin fünfzehn Tracks nicht über die gesamte Distanz des Albums gehalten werden; so handelt es sich zum Beispiel bei „Smash ’N’ Grab“, „Spoiling For A Fight“ und dem Titelstück noch um solide AC/DC-Kost, weitestgehend unspektakulär, aber hörenswert, wohingegen die recht lahmarschigen „Decibel“ und „Money Made“ nicht wirklich überzeugen können.

Dennoch zeigt der Daumen insgesamt gesehen klar nach oben, denn das Positive überwiegt: Wie erwähnt ist die Produktion besser und das Songmaterial vielfältiger und qualitativ hochwertiger als bei den direkten Vorgängern. Die ein oder andere etwas flottere Nummer à la „Save In New York City“ oder „Fire Your Guns“ hätte man vielleicht noch einbauen können, aber trotzdem sind knappe acht Punkte absolut gerechtfertigt.

comments powered by Disqus

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend