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AC Angry: Black Denim

Schön direkter und schnörkelloser Rotzrock
Wertung: 8,5/10
Genre: Rock’n’Roll, Heavy Rock
Spielzeit: 32:39
Release: 08.11.2013
Label: Dust On The Tracks Records

Ist noch gar nicht so lange her, da gab es quasi schon eine Liveverköstigung des nun vorliegenden Debütalbums „Black Denim“ von AC Angry, wobei der Terminus Debüt nun fälschlicherweise implementiert, dass hier ein brandneuer Newcomer auf dem Rock’n’Roll-Zug aufspringen will. Mitnichten, denn die Saarbrücker firmierten bis 2011 noch unter dem Namen Taletellers (deren Debüt „Detonator“ konnte hier zumindest schon 2008 7,5 Points abgreifen) und brachten zwei Longplayer sowie eine EP heraus. Nun, unter neuem Banner schlägt ja auch die letztes Jahr veröffentlichte EP „Booze Horse“ zu Buche, wobei sich alle vier Tracks nun auch auf dem Full-Length-Debüt wieder finden.

So, schnell nochmals zurück zur Liveverköstigung, bevor das hier untergeht, denn Anfang August konnten sie als Support von Anvil die Fans durchweg begeistern, nicht selbstverständlich so etwas, aber da zeichnete sich schon ab, wie mitsingkompatibel die AC Angry-Tracks doch ins Tanzbein gehen. Natürlich lassen sich ein paar Querverweise zu den internationalen Wettbewerbern nicht ausschließen, wie z.B. beim Titeltrack“ Black Denim“ mit der breitbeinigen Danko Jones-Schlagseite – ein stampfender Hard Rocker mit fetten Eiern. Den Danko trifft man dann auch nochmals in „Hellrock Anthem“ wieder, wird dabei aber so apodiktisch eingebaut, dass man den Saarbrücker Jungs wirklich nicht böse sein kann.

Schon beim Opener „Booze Horse“ legen sie die Debütlatte verdammt weit nach oben und rotzen rasant und völlig authentisch ihren Rock’n’Roll heraus, als ob Muttis Nippel das pure Whiskeyparadies waren, bei der Halbballade „It’s Good To Be Bad“ hauen sie dabei einem noch die Countrysocken um die Ohren - Fluppe in die Schnüss und sich genüsslich den Rhythmus auf die Schenkel klopfen -, während „Motor“ vom Stonerriff der Marke Motorjesus lebt und „Rocker“ eine leicht punkrotzige Attitüde einer Mischung aus Turbo AC’s und D.A.D. ausatmet.

„AC Angry“ dagegen driftet sogar in hardcorige Gefilde ab und sorgt mit seinem Flair für fette Luftgitarren- und Powerfaustsmasherstimmung. Der Rock’n’Roll bekommt dann seine Bestätigung im geil benannten „Rock ‘n‘ Roller Roller Rolla!“ – Turbonegro tanzen auf der Crossplane-Party und werden vom Klavierpart unterstützt. Auch die Uptempo-Nummer „You Got The Thirst – I Got The Booze” glänzt mit passendem Pianopart, ganz besonders sticht hier aber das Mundharmonika-Gitarren-Solo-Duell hervor.

Die Saarbrücker AC Angry legen mit „Black Denim“ eine heiße Debütscheibe aufs Parkett, die jedem Turbonegro-, D.A.D.-, Motorjesus- und Danko Jones-Jünger sofort gefallen dürfte. Authentischer Rockrotz, immer schön direkt und schnörkellos, mitsingkompatibel, dazu noch aus deutschen Landen – AC Angry zeigen nicht nur auf, wie geil die heimische Szene drauf ist, sondern auch immer wieder für eine Überraschung gut und bereit ist, internationale Weihen zu bestehen. Für dieses Rock’n’Roll-Quartett ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht, das steht schon jetzt fest.

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