Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Absurd Minds: Damn the lie

Authentisches Gesamtkunstwerk
Wertung: 9/10
Genre: EBM
Spielzeit: 44:4
Release: 21.04.2001
Label: Soulfood Music Distribution GmbH

Die im Jahre 1995 von Stefan Großmann und Tilo Ludwig gegründete Elektroformation Absurd Minds mussten sich im Laufe ihrer bisherigen Karriere immer wieder von neuem ungerechtfertigte Anschuldigungen gefallen lassen, dass sie in Wahrheit nur ein „einfalls- und belangloser Project Pitchfork Klon" wären.

Gründe für diese Aussagen waren nicht nur gewisse Ähnlichkeiten hinsichtlich der musikalischen (EBM) Ebene, sondern allen voran die frappierende gesangliche Ähnlichkeit: Denn Absurd Minds Frontmann Stefan Großmann hat wirklich fast exakt dieselbe Stimme wie der Project Pitchfork Sängers Peter Spilles. Das kann im ersten Moment sicherlich begründet zu Verwirrungen führen, wenn man einen Absurd Minds Song zum allerersten Mal hört und dann selbstsicher die Frage stellt: “Ist das ein neuer Track von den Pitchforks?“ Nein, das ist er eben nicht ... sondern von den Absurd Minds aus Dresden!

Mittlerweile vier Alben haben die Jungs schon erfolgreich veröffentlicht (der aktuelle Output nennt sich “Noumenon“) und ein vorzeitiges Ende deren Laufbahn ist zum Glück noch lange nicht abzusehen. Aber beschäftigen wir uns hier an dieser Stelle erst mal mit ihrem zweiten Album, dem im Jahre 2001 erschienen Output “Damn the lie“, welches ihnen den endgültigen Durchbruch in der Dark Elektro – Szene verschaffte: Wie bereits erwähnt, gibt es doch einige musikalische Parallelen zwischen Absurd Minds und Project Pitchfork, was die eingängigen und melodiösen EBM Sounds und die sehr nachdenklichen und anspruchsvollen Lyrics betrifft. Dennoch verfolgen Absurd Mind ersichtlich ihren eigenen Stil und lassen sich nicht von dem Geschwätz am Rande stehender Personen beeindrucken. Im Grunde kann man sogar berechtigterweise sagen, dass die Absurd Minds Jungs ihr metaphysisches und philosophisches Songwriting immer wieder auf das Neuste verfeinert und verbessert haben, was somit doch als Abgrenzung zu Project Pitchfork steht (aber nicht das man jetzt meinen würde, Pitchfork würden anspruchslose Texte verfassen! Nein, dem ist garantiert nicht so!). Somit stehen also Textinhalte wie die Suche und Frage nach dem inneren Ich im Vordergrund der Combo. Fragen, die sich um die Welt und das Universum drehen. Fragen, um das all umfassende menschliche Tun und Sein und deren letztendlichen Beweggründen. Philosophie und Anspruch treffen somit auf schöne, eingängige und treibende Elektrosounds, die zu meist sehr gut bis perfekt produziert wurden. Herzblut, steckt wahrlich in großer Menge in dieser Musik. Genau wie der Mut zur Wahrheitsfindung und innerer Weiterentwicklung, die uns eigentlich alle angehen sollte!

Sei es nun bei den flotten und eingängigen “Creators“ und “Centre of life“, oder beim absoluten Kultsong der Absurd Minds, nach welchem gleich noch der Albumtitel benannt wurde: “Damn the lie“. Diese schicken uns insgesamt in eine wundervolle und authentische Reise, durch die weiten und wirren Suchen nach sich selbst und Antworten auf die Fragen, die man schon so lange vergeblich gesucht hat. Allerdings werden hier wahre Antworten gesucht und keine Lügengebilde, wie man sie uns leider nur allzu oft als Wahrheit verkaufen möchte. “Die Stimme“ ist der einzige deutschsprachige Track des Albums und besticht neben seiner einzigartigen Ohrwurmmelodie auch noch mit Geist und Anspruch, ohne aber dabei das Spaß haben und das Leben an und für sich zu vernachlässigen oder gar ganz zu vergessen.

Fazit: Absurd Minds haben mit diesem Album perfektioniert und vorgemacht, was andere bis heute vergeblich versuchen: Nämlich ein Gesamtkunstwerk zu erschaffen, das neben Geist und Originalität auch noch in jedem einzelnen seiner 10 Songs vollkommen authentisch und glaubhaft wirkt. Ein Album, das nie langweilig wird und nie im belanglosen Sumpf des Mainstreams vor sich hin dümpelt. Galten Absurd Minds lange Zeit als „billiger Pitchfork – Klon“, so muss man aber mittlerweile gerechterweise sagen, dass sie fast schon wieder besser sind als jene. Und was den Vorwurf des „Plagiates“ angeht, den können sich andere somit längst sonst wo hin stecken. Denn hier sind sie damit definitiv an der falschen Adresse!

comments powered by Disqus

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann