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Abrasive: The Birth... Born In Sodom

Mieser Sound, dröge Einfälle
Wertung: 3/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 36:15
Release: 15.04.2011
Label: Eigenproduktion

Das nenn ich mal Eigenproduktion: Da kommt die neue Abrasive-Scheibe doch glatt in so einer schlichten Papierhülle daher, innen drin findet man neben dem handbeschrifteten (!) CD-Rohling ein sorgsam ausgeschnittenes Papiercoverbildchen mit der Tracklist auf der Rückseite. Fast drollig ist das. Dabei müsste das Stuttgarter Trio das eigentlich gar nicht machen, denn schließlich markiert „The Birth… Born In Sodom“ nicht etwa den allerersten Output einer noch jungfräulichen Band, sondern bereits die fünfte Scheibe der gestandenen Truppe.

Jetzt könnte man sich natürlich die Frage stellen, wieso die Band denn keine Sau kennt, wo doch der Backkatalog einigermaßen gefüllt ist. Man könnte – muss es aber nicht, sobald man sich die ersten Takte des aktuellen Auswurfs mal anhört. Old School und Do it yourself schön und gut, aber der Sound, der „The Birth… Born In Sodom“ beherrscht, grenzt beinah ans Lächerliche. Nicht nur, dass das oftmals schwer geschädigte Schlagzeug absolut hölzern klingt, hinter der von Sänger Ralf bedienten Gitarre steht auch keinerlei Druck und der im Death Metal oftmals so schön zelebrierte Basssound ist auch gleich null. Selbst der Doppelgesang von Ralf und Basser Alex, der im Internet wahrscheinlich auf jeder zweiten Seite zum Thema Abrasive abgehandelt wird, weiß kaum zu überzeugen, weil der Kontrast der beiden einfach nicht groß genug ist. Sumpfig, matschig, fast unterirdisch klingt die Platte – da fällt es natürlich schwer, sich die einzelnen Songs noch mit Spaß reinzuziehen.

Probieren geht ja bekanntlich über studieren, also stürzen wir uns der Einfachheit halber todesmutig in den Sumpf, der hier Sound genannt wird. „Hungry“ ist ein Paradebeispiel dafür, wie sehr die Band beim Abmischen gemurkst hat – oder soll das womöglich so sein?! Nicht nur, dass die Gitarre recht dünn klingt, vom Bass ist direkt mal gar nichts zu hören und das Schlagzeug klöppelt so ein bisschen vor sich hin. Würde der Gesang wenigstens ein paar Pluspunkte einfahren können, hätte man ja vielleicht ein Auge zugedrückt, aber hätte, würde, könnte – Ralf brummelt sich durch gefühlte anderthalb Oktaven, wird dazu immer mal wieder von Alex’ „Screams“ unterstützt, die in einer ähnlichen Tonlage daherkommen und das Ganze dümpelt dann soundmäßig auch noch sehr mau vor sich hin.

Hoffnung auf Besserung ist vergebens, das wird beim Durchhören der nächsten Tracks klar. „Unleash“ kommt zunächst ähnlich bescheiden daher, zumal die Vocals immer merkwürdiger anmuten – mit Growls hat das beinah schon nichts mehr zu tun, aber letztlich rettet Alex den Song zumindest streckenweise mit richtig guten Screams. Als Anspieltipp kann das Teil jedoch auch bei großzügigster Bewertung nicht durchgehen.

Langsam aber sicher fängt nicht nur der Schädel an zu wummern, sondern auch die Ohren versagen allmählich den Dienst. „Tales Of Lust“ blökt genauso uninspiriert und vor allem undifferenziert durch die Botanik wie seine Vorgänger, fast könnte man sich an den dumpfen Sound gewöhnen, wenn einem nicht immer wieder das Schlagzeug blechern vor die Füße fallen würde. „Rebirth“ weist dann zumindest eine überraschend gute Melodie auf und man fragt sich unweigerlich, warum Abrasive so nicht auch den Rest des Albums gestaltet haben. Aber zu spät, nach 36 langen Minuten ist „The Birth… Born In Sodom“ Vergangenheit und der CD-Player wird von der Scheibe befreit. Noch im Nachhinein fragt man sich, wie diese Scheibe die geschulten Ohren der Bandmitglieder befriedigen konnte – der Sound ist mehr als nur suboptimal und matscht an allen Ecken und Enden, völlig abgesehen davon, dass Innovation und spannendes Songwriting hier die großen Unbekannten darzustellen scheinen. Aus dem unteren Punktebereich kommen Abrasive damit leider nicht heraus.

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