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Abinchova: Versteckte Pfade

Durchdachter Folk Metal aus der Schweiz
Wertung: 8.5/10
Genre: Folk Metal, Pagan Metal
Spielzeit: 60:23
Release: 11.03.2011
Label: Eigenproduktion

Seit dem „Viking-Boom“ gibt es Folk-Metal-Scheiben wie Sand am Meer, aber über nur wenige lohnt es sich zu sprechen. Abinchova haben es mit ihrem Debütalbum geschafft, zu diesen wenigen zu gehören. Die schweizerische Band beweist mit „Verstecke Pfade“ nicht nur musikalisches Geschick, sondern überrascht auch mit einem guten Sound der Eigenproduktion.

„Verstecke Pfade“ ist ein Album, was sich deutlich mit Folk auseinander gesetzt hat. Nicht nur der Klang des Keyboards und die präsent eingesetzte Violine vermitteln diese Stimmung, auch die Spielweisen sind so folkig, dass die CD oft wie eine Ansammlung gelungener Shanty erscheint. Unterstützt werden die Instrumente von zwei Vokalisten: Nora und Arnaud. Während Nora einen opernhaften Gesang anstimmt, hat sich Arnaud auf ein sehr paganlastiges Keifen spezialisiert. Abwechselnd oder sogar gemeinsam bestreiten sie die rund 60 Minuten des Albums und wissen stimmlich auf ganzer Linie zu überzeugen.

Aber auch der Metal kommt bei Abinchova nicht zu kurz und wird vor allem durch die E-Gitarre vermittelt. Diese schwingt sich im Laufe des Albums immer wieder zu auffälligen und stimmigen Soli auf. Diese Soli sind aber nicht immer ganz typisch für Folk Metal. Wie in „Pestfinger“ oder „Heimatlos“ könnten sie auch mit Leichtigkeit in einen Melodic-Death-Song vorkommen. Und es geht sogar noch weiter: „Die Züsler“ bietet ein Gitarren-Solo, bei dem so sehr an dem Verzerrer gespielt wird, dass man diesen Song fast als Classic Heavy Metal einstufen könnte. Aber wie unterschiedlich und ungewohnt die Kombination der Soli mit dem Album ist, man kann nicht absprechen, dass sie durchgehend technisch einwandfrei umgesetzt wurden und nie den Folk-Charakter von Abinchova ins Lächerliche ziehen.

Inhaltlich hat die Band aber auch einiges zu bieten. Mit einem Hang zu alten Geschichten reißen sie hin und wieder wie zum Beispiel bei „Pestfinger“ Volkssagen an und setzen diese musikalisch passend um. Auch die Lyrics sind dabei sprachlich auf Folklore abgestimmt und daher in einem sehr alten Sprachstil verfasst, der sich nicht nur gut einfügt, sondern auch fast authentisch klingt. Als guten Vorgeschmack auf die folgenden Geschichtchen aus alten Zeiten beginnt die CD mit einem Schankraum-Intro, in dem von einer knorrigen Stimme mit stark schweizerischem Akzent eine einleitende Geschichte über eine Musikergruppe zum Besten gegeben wird.

Man erkennt schnell, dass „Versteckte Pfade“ von Abinchova vor der Veröffentlichung durchdacht wurde. Das Gesamtkonzept ist stimmig und ausgereift. Tracks wie „Verstecke Pfade“ und „Heimatlos“ (übrigens einer der wenigen Songs, die auch schon auf der EP der Band enthalten waren) laden nicht nur zum Mitsingen, sondern auch zum Tanzen ein und steigern dadurch noch einmal die Qualität des Albums. Schwächen findet man auf „Verstecke Pfade“ nur wenige. Am auffälligsten ist das Keyboard, dessen Synthesizer-Klänge wie in „Die Züsler“ manches Mal zu künstlich klingen und dadurch kurzzeitig negativ herausstechen. Auch das Schlagzeug nimmt bei diesem Track einen sehr platten Sound an. Ansonsten kann man aber über dieses Album definitiv nicht meckern. Nicht nur Anhänger von Abinchova selbst, sondern auch Fans von Ensiferum oder Eluveitie sollten sich „Versteckte Pfade“ nicht entgehen lassen.

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