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Abinchova: Hörensagen

Folk Metal mal anders
Wertung: 7/10
Genre: Folk Metal
Spielzeit: 18:09
Release: 01.09.2009
Label: Eigenproduktion

Ohne Zögern kommen einem jeden Folk Metal-Fan beim Stichwort Schweiz die Überflieger von Eluveitie in den Sinn, doch man sollte nicht den Fehler machen, damit alles auf sich bewenden zu lassen. Denn im Jahre 2005 gründete sich in Luzern die siebenköpfige Band Abinchova. Ihre musikalische Range umfasst Death- und Thrash Metal-Riffs, die im Einklang gebracht werden mit folkigen Melodien, und auch gesanglich setzt man nicht nur auf das altbewährte Growling. Gerade was den weiblichen Gesang angeht, wird hier und da für mehr als ein Aufhorchen gesorgt.

Das „Präludium“ ist ein genau solches, denn im Hintergrund sind Gitarrenklänge zu vernehmen, nebst anderen akustischen Eindrücken, und im Vordergrund erzählt eine männliche Stimme auf Schweizerdeutsch eine Geschichte und stimmt den Hörer auf die folgenden Stücke ein. 

Einerseits treibend, andererseits mit feinen Melodiearrangements erlebt der Hörer das erste Stück „Doppelmond“. Der Mittelpart ist bestens geeignet für eine Humppa-Einlage. Gegen Ende des Songs wird das Tempo kompromisslos angezogen.

Mit ganz smoothen Klängen dagegen startet man in das folgende Stück „Die Züsler“. Dies aber auch nur, bis die Gitarren die Zügel in die Hand nehmen. Unheil scheinen die Violinenklänge zu vermitteln. Oder sind sie nicht perfekt in Szene gesetzt? Erstaunen erzeugt die weibliche Stimme, die keineswegs überzogen dramatisch daherkommt, sondern gut klingt. Allerdings will das Gitarrensolo nicht so recht in den Gesamtkontext passen. An anderer Stelle hört man so etwas gern, aber ob das jetzt in der Form unbedingt auf einer Folk Metal-Scheibe sein muss?

Alles steuert auf einen Höhepunkt hin – so ist es überall und auch auf dieser EP wird dieses „Gesetz“ nicht gebrochen. Schon die Eingangsmelodie auf der Violine zeigt die folkige Ausrichtung von „Heimatlos“, die im Vorgängerstück nicht so vehement durchschien. Irgendwie hätte man sich hier neben den Growls auch noch an der ein oder anderen Stelle weiblichen Gesang gewünscht. Dennoch ein folkloristischer Abschluss der EP.

Fazit: Dafür, dass „Hörensagen“ das erste musikalische Lebenszeichen der Band ist, geht das Gehörte vollkommen in Ordnung. Die Stücke besitzen auf jeden Fall eine eigene Note. Diese Einzigartigkeit sollte sich die Band zunutze machen und für die Zukunft genau da ansetzen, wenn es um neues Material geht. Man darf gespannt sein…

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