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Abigail Williams: In The Absence Of Light

Ausgefeiltes, detailverliebtes Album mit viel Geschick aber weniger Herz
Wertung: 8/10
Genre: Symphonic Black Metal
Spielzeit: 49:52
Release: 27.09.2010
Label: Candlelight Records

Der Name „Abigail Williams” dürfte einigen nicht erst seit der Bandgründung 2005 ein Begriff sein. „Abigail Williams“ ist gleichzeitig die Protagonistin aus dem berühmten Theaterstück „Hexenjagd“ von Arthur Miller. Das Stück erzählt die Geschichte einer jungen Frau zum Zeitpunkt der Hexenverfolgung in Amerika des 17. Jahrhunderts. Dieses Thema diente den Black Metaller von Abigail Williams als Inspiration und gab der Band ihren Namen.

Nach ihrem populären Debütalbum “In The Shadow Of A Thousand Suns” veröffentlicht die amerikanische Band nun ihr zweites Album mit dem passenden Titel „In The Absence Of Light“. Dieses Werk ist wieder einmal stark vom Stil des Symphonic Black Metal geprägt und zeigt sich in vorzüglicher Produktionsqualität.

Die Stimmung von „In The Absence Of Light“ ist sehr dämonisch und gleichzeitig von interessanten, eingängigen Melodien geprägt. Wie auch schon das erste Album, erinnert der Klang dieses Albums stark an den Musik-Stil der norwegischen Dimmu Borgir.

Gitarrist Ian Jekelis beweißt eine hohe Fingerfertigkeit und liefert durchweg kunstvolle Riffs ab. Neben seinen häufigen und ausgefeilten Gitarrensoli gibt es zudem ein sehr abwechslungsreiches Drumming von Schlagzeuger Ken Bedene zu hören, welches sich wirklich sehen lassen kann. Das Schlagzeug wechselt unter seinem Kommando immer wieder passend von hartem Double-Bass zu solidem Spiel hin und her. Die dadurch entstehenden häufigen Tempowechsel machen die Musik von Abigail Williams sehr dynamisch. Dabei gelingt es ihm, der Härte der Musik Ausdruck zu verleihen und sie gleichzeitig aufzulockern.
Sänger Ken Sorceron krächzt sich passend zu dem Stil durch die Lieder und geht dabei teilweise in extrem hohes Kreischen über.

Einen interessanten Schachzug wagen Abigail Williams gleich zu Beginn, indem sie bei dem Song „Hope The Great Betrayal“ ein unheimliches Wolfsgeheul einbinden, durch welches dem Sound gleich noch eine Prise Gänsehaut beigemischt wird. Leider meinen sie es aber ein wenig zu gut mit dem Geheul, so dass es sich gleichbleibend in regelmäßigen Abständen wiederholt. Dadurch wird dem Hörer leider viel zu deutlich, dass es sich um eine einzige wiederholte Tonaufnahme handelt - auf Gänsehaut folgt schnell die Albernheit.

Dies ist aber der einzige wirkliche Ausrutscher, den sich Abigail Williams bei „In The Absence Of Light“ leisten. Im Ganzen ist das Album sehr ausgefeilt und dadurch durchaus hörenswert. Die Ähnlichkeit zu dem interessanten Stil von Dimmu Borgir stört im Grunde nicht, solange man auch an den Norwegern gefallen findet. Trotzdem ist die Ähnlichkeit so groß, dass sie beim Hören durchweg irritierend ist.

Zudem kommt, dass es das Album trotz seiner Stärken auf unbestimmbare Weise nicht schafft, den Hörer vollends wegzublasen. Das Album will einfach nicht vollständig zünden und zurück bleibt der Eindruck, dass es sich bei „In The Absence Of Light“ um ein gut gemachtes und ausgefeiltes, wenn auch nichtssagendes, Album handelt.

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