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A Wilhelm Scream: A Wilhelm Scream

Exzellente Mischung aus Post-Hardcore und Punk
Wertung: 8.5/10
Genre: Punk, Hardcore
Spielzeit: 17:29
Release: 18.12.2009
Label: Ass-Card Records

Es ist immer wieder rätselhaft, wie wirklich gute Bands, die fast eine Handvoll Veröffentlichungen auf den Markt geworfen haben, hierzulande nahezu völlig unbekannt geblieben sind. A Wilhelm Scream reiht sich nahtlos in dieses Kuriositätenkabinett ein – die Amis haben in ihrer Heimat schon vier Full Length-Scheiben herausgebracht, wovon in Deutschland kein Mensch etwas mitbekommen haben dürfte. Touren mit großen Namen wie Pennywise, die sie dieses Jahr auch in Europa supporten dürfen, oder Auftritte auf Festivals wie dem Soundwave 2010, zusammen mit Größen wie den reformierten Faith No More, Alexisonfire und Meshuggah sind für das Quintett nichts Neues.

Ende 2009 brachten Sänger Nuno Pereira, die Gitarristen Trevor Reilly und Mike Supine, Drummer Nick Angelini und Bassist Bri Robinson auch bei uns ihre selbstbetitelte EP heraus – fünf Songs zwischen Punkrock und Hardcore à la Black Flag und Dead Kennedys, vermischt mit modernen Sounds – also quasi eine Post-Hardcore-Band, die dem altehrwürdigen Stil treu geblieben ist. So ist es wenig verwunderlich, dass gleich beim Einstieg „Australias“ einige Anleihen an Thrice zum Tragen kommen; der Song bietet modernen Punk mit melodiösem Einschlag und klingt gleichzeitig frisch und wohltuend vertraut.

Merklich punkiger geht´s bei „Every Great Story Has A Shower Scene“ zu, im recht schnellen Refrain kommen endlich die rotzigen Vocals zum Vorschein, die man gemeinhin von einer Punkband erwartet. Die Midtempo-Nummer „Fun Time“ geht hingegen in eine völlig andere Richtung: Nur Nunos Stimme rettet das Stück vor dem Stempel „Pop Punk“, der sehr ohrwurmige Refrain trägt seinen Teil dazu bei, dass man den Song, der übrigens gar nicht mal schlecht ist, stundenlang nicht mehr aus dem Gedächtnis bekommt.

Als absolut genial entpuppt sich „Bulletproof Tiger“, das nebenbei bemerkt mit dem gleichnamigen Song von Evergreen Terrace nichts zu tun hat: A Wilhelm Scream geben sich temporeicher als bisher, typische, leicht scheppernde Hardcore-Drums kommen zum Einsatz, und die sehr coolen Gitarren geben dem Song einen fast psychedelischen Touch. Auch der Gesang wirkt aggressiver als zuvor und trotz Gitarrensolo ist „Bulletproof Tiger“ der typischste Punksong der Platte, die mit „Skid Rock“ gut, aber recht unspektakulär ausklingt.

Die Jungs aus Massachusetts präsentieren auf ihrer EP eine sehr ansprechende Mischung aus punkiger Attitüde, Hardcore-Instrumentierung und teils dezent, teils vordergründig eingesetzten Melodien. Genial passt hier vor allem Nunos Gesang, der von Trevor und Bri im Hintergrund unterstützt wird. Fans der Post-Hardcore-Bewegung und des nicht radiotauglichen Punkcore sollten unbedingt mal ein Ohr riskieren.  

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