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A Week Of Sundays: Set Sail For The Stars

Ein genialer Song, der Rest dümpelt in der Belanglosigkeit vor sich hin
Wertung: 4.5/10
Genre: Poppunk
Spielzeit: 18:15
Release: 18.05.2012
Label: Acuity.Music

Obwohl A Week Of Sundays sich eher optimistischem Poppunk widmen, deprimiert einen der Name doch schon ein wenig. Man stelle sich vor, es gäbe nur Sonntage – das Gefühl, am nächsten Tag wieder arbeiten zu müssen und das Wochenende schon hinter sich gelassen zu haben, macht einen beim puren Gedanken daran schon fertig. Andererseits wäre es aber auch eine Woche ohne Arbeit – auch nicht übel.

Ebenso zwiespältig steht man der aktuellen Scheibe „Set Sail For The Stars“ gegenüber; die Debüt-EP der Würzburger strotzt nur so vor eingängigen Poppunk-Melodien, das versprochene Hardcore-Riffing kann man aber mit der Lupe suchen. Der Fünfer verlegt sich eher auf die ruhigeren Stücke, Ausraster gibt es nur in gemäßigter Form, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. Seit zwei Jahren erst zocken die Fünf zusammen und bereits jetzt haben sie es sich auf dem Let-It-Burn-Ableger Acuity.Music gemütlich gemacht, wo unter anderem auch die Kollegen von Final Prayer und The Southern Oracle zu Hause sind, gute Gesellschaft also, dabei stechen aber A Week Of Sundays schon durch ihre pure Un-Prolligkeit heraus.

Von der Handvoll Tracks pendeln alle gutbürgerlich zwischen drei und fünf Minuten und als gutbürgerlich, aber mit einem Augenzwinkern, könnte man auch die Musik der Jungs beschreiben. Man muss zumindest keine Angst haben, auch oder gerade als Nicht-Metaller kann man sich „Set Sail For The Stars“ ganz gut anhören, obwohl vor allem der erste Durchlauf einen etwas einschläfert, wenn man härtere Töne gewöhnt ist.

Der Titeltrack markiert hier gleichzeitig auch den Opener und entpuppt sich ziemlich schnell als radiotauglicher Rocksong mit Popappeal. Dafür kann das finale „Midnight Café“ aber voll und ganz überzeugen, obwohl genau das der ruhigste Track der ganzen Scheibe ist – Akustikgitarre und eine Mundharmonika verbreiten ein Feeling, als würde Sänger Lukas mutterseelenallein auf einem Barhöckerchen in einer Hafenkneipe spielen. Da ertappt man sich auch schon mal bei melancholischem Mitgewippe – ein sehr schöner Song und ohne Zweifel der beste der EP.

Zwischen „Set Sail For The Stars“ und „Midnight Café” eingebettet haben A Week Of Sundays mit “Lonely Thoughts But Endless Trust” und  “Dirt And Glitter” noch zwei Songs, die sich insofern relativ stark ähneln, weil sie an einem vorbeiplätschern. Zwar werden ab und an zumindest mal Gangshouts eingestreut, um wenigstens die Illusion von Hardcore-Anleihen aufrecht zu erhalten, aber blöderweise täuscht das nicht über die Tatsache hinweg, dass die Würzburger hier leider zwei 08/15-Poppunk-Songs fabriziert haben, die sicherlich nicht häufiger in den meisten Playlisten landen werden.

Fazit: Dass A Week Of Sundays keineswegs talentfrei sind, zeigt allein „Midnight Café“, der Rest der EP ergießt sich leider in Standardarrangements und eher faden Songs. Man weiß, dass die Jungs mehr können, als sie auf „Set Sail For The Stars“ zeigen, aber es will nicht recht herauskommen. Vielleicht ändert sich das bei der nächsten Scheibe – immerhin ist hier noch eine recht junge Band zugange.

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