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A Silent Express: Now!

Sommer-Pop ohne große Abwechslung
Wertung: 6/10
Genre: New Wave
Spielzeit: 46:31
Release: 17.06.2011
Label: 8ball Music B.V. (SPV)

Aus den Niederlanden kommt eine Band, die hier sicher noch wenige kennen. Mit zwölf Songs wollen die vier Musiker nun überzeugen und veröffentlichen ihre Scheibe „Now!“ auch hier in Deutschland.

Mit „Will I Be Around“ geht es los und der Hörer erhält einen eingängigen popigen New-Wave-Song. Die Struktur des Tracks setzt sich im Ohr fest und von dem, der die Musik mag, werden hier die einzelnen Töne in Bewegung übersetzt. Das nächste Stück „I Can’t Say (I Wasn’t Afraid)“, der ebenso wie der erste Song vorab als Single erschienen ist, macht genau da weiter. Flotte Beats, eine eingängige Stimme, poppige Gitarrenbeats und ein wummerndes Schlagzeug. Der Refrain nervt allerdings nach dem zweiten Mal, denn das Langziehen der Töne muss einfach nicht sein.

Genau so geht es weiter. Auch wenn der dritte Track etwas von den Strukturen der ersten beiden abweicht, erreicht auch „Come Baby Come“ Ohrwurmpotential. Etwas ruhiger beginnend, mit mehr elektronischen Klängen und einer anfangs wackeligen Stimme, geht der Song zum Ende in das bekannte Geplänkel über. Es folgt Song um Song, keiner weicht groß von dem ab, was die ersten drei Stücke geliefert haben. Interessant ist, dass alle Bandmitglieder sich gesanglich beteiligen und im Gesamten haben wir es hier mit einem Album zu tun, was sicherlich an der einen oder anderen Strandbar sein Gutes tun wird. Die Melodien springen einen förmlich vor guter Laune an und man möchte hüpfend durch die Sonne tanzen. Aber spätestens nach dem fünften Lied ist der Drang, diesem endlich ein Ende zu bereiten sehr, sehr groß, denn es kommt nichts Neues mehr. Alles, was A Silent Express zu bieten haben, haben sie in den ersten fünf Songs gezeigt und nun wird es wieder aufgegossen und um den faden Geschmack zu übertünchen, wurde dann noch eine Prise 80er Jahre Sound beigefügt.

Das, was die Niederländer hier abliefern, ist musikalisch nicht schlecht, die Instrumente sind sauber eingespielt, es ist dann doch etwas Besonderes, wenn wirklich alle Bandmitglieder sich die Vocals teilen und dennoch reicht das nicht, um mehr zu sein, als die eine Scheibe von vielen, die an lauen Sommerabenden irgendwo am See abgespielt wird.

Etwas interessanter wird es dann noch mit dem siebten Track „New Times Have Come“. Er beginnt anders als der Rest, verliert sich dann aber leider in der Mitte wieder im Geplänkel. Das muss doch nicht sein. Aber die Jungs sind jung und die ersten Songs zeigen, dass da Potential vorhanden ist und wer weiß, zu was sie in der Lage sind, wenn der Sommer nicht vor der Tür steht. Wünschenswert wäre mehr Abwechslung und Individualität.

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