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A Pale Horse Named Death: Lay My Soul To Waste

Eine runde Sache
Wertung: 8/10
Genre: Doom Metal, Gothic Rock, Stoner Rock
Spielzeit: 50:25
Release: 24.05.2013
Label: Steamhammer/SPV

A Pale Horse Named Death sind jetzt schon sowas wie eine Institution. Vorablorbeeren gab es natürlich bereits zur Veröffentlichung der Debütscheibe „And Hell Will Follow Me“ vor knapp zwei Jahren, schließlich handelte es sich bei den beiden Bandköpfen um keine Geringeren als Sal Abruscato, der sich seinerzeit bei Type O Negative und Life Of Agony tummelte, und Seventh Void-Gitarrist Matt Brown. Sal übernimmt bei A Pale Horse Named Death aber nicht das Schlagwerk, sondern Gitarre und Mikrofon – zum Glück, möchte man ausrufen, denn der Mann hat für sein ausgesuchtes Genre eine wirklich passende Stimme.

Selbiges Genre lässt sich bei APHND nicht ganz so leicht umreißen, die Grundessenz besteht aber aus Doom, Gothic und Stoner Rock bzw. Metal, alles schön vermischt zu einer Melange, die einem gerade bei dem derzeit herrschenden „Sommerwetter“ ganz gut zupass kommt. Da ist es nahezu perfektes Timing, dass die Herren jetzt mit „Lay My Soul To Waste“ einen Zweitling raushauen – ob die Truppe wohl den Wettergott bestochen hat?

Insgesamt geht es auf dem Zweitling eine Winzigkeit aggressiver zu Werke als noch zu Debützeiten, allerdings startet die Scheibe nach dem kurzen Titeltrack-Intro mit „Shallow Grave“ doch erwartungsgemäß Gothic-lastig und sehr stark. Stampfende Drums, melodiöse, aber unaufdringliche Gitarren und ein Ohrwurm-Refrain knüpfen so ziemlich da an, wo das Vorgängeralbum aufgehört hat.  Gerade das folgende „The Needle In You“ vereint dann in diesem ganzen düsteren Ambiente auch wieder alte Alice In Chains-Anleihen, die nicht nur durch die tiefen Gitarren, sondern auch durch Sals leicht nasalen Gesang entstehen.

Dass APHND auch etwas rockiger können, wurde bereits zur Genüge festgestellt, findet mit „Killer By Night“ aber dennoch auch hier noch mal Erwähnung. Rock’n’Roll, vermischt mit Gothic- und Doom-Elementen, inklusive kreischendem Gitarrensolo – ein solcher Track hat bisher auf „Lay My Soul To Waste“ eher gefehlt.

„Dead To Winter“ stellt dann trotz seiner scheinbar einfachen Struktur einen der stärksten Songs der Scheibe dar. Das Stampfen und Klatschen als Rhythmus, der leichte Siebziger-Touch und dann die endlos deprimierende Zeile „We’re all snowflakes, melting in the sun“ – ein klasse Song!

Ein kleiner Schnitt drückt dann die Stimmung etwas: „Day Of The Storm“ braucht enorm viel Anlaufzeit, nicht zuletzt, weil die ersten Sekunden des Songs aus Schweigen bestehen und man sich immer automatisch fragt, ob die Platte schon zu Ende ist. Hat man das und das elend schleppende Drumintro aber mal hinter sich gebracht, entwickelt sich hier ein typischer APHND-Doom-Song, den man sich trotz seiner fast acht Minuten Länge sehr entspannt anhören kann.

Fazit: A Pale Horse Named Death bleiben auf ihrem hohen Niveau. Die Band macht trotz düsterer Grundidee Spaß, begeistert mit verschiedenen Stilen, die alle ineinander zu fließen scheinen und protzt trotzdem nicht unnötig, trotz technischer Raffinesse. Alle, denen das erste Album gefallen hat, werden auch hier ihre Freude haben.

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