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A Million Miles: What's Left Behind

Fett rockendes Debüt aus Norddeutschland
Wertung: 8/10
Genre: Heavy-Rock-Stoner-Thrash
Spielzeit: 44:04
Release: 05.04.2013
Label: Abandon Records

Mit nur einer EP im Rücken – gemeint ist der erste Output „Left“ von 2009 – haben die Hamburger rund um Frontfrau Mona ihren Namen gleich in die Tat umgesetzt und sind schon Millionen an Meilen quer durch Europa getingelt, um sich auf den Brettern des Ruhmes zu präsentieren. Und trotzdem war es dann doch eher erst ein Zufall, bis The-Pit.de auf diese hoffnungsvolle Newcomertruppe aus dem Norden Deutschlands aufmerksam wurde, spielten A Million Miles doch anlässlich der Mustasch-Tour im letzten Herbst eben im Essener Turock auf und hinterließen ein erstes „Oha“ als Opener.

Mit „What’s Left Behind“ liefern sie also „endlich“ ihr Debüt ab, wobei sie da nichts dem Zufall überlassen wollten, hatten sie sich doch auch extra unter die Fittiche von Eike Freese (Dark Age) begeben, um sich auch einen amtlichen Sound verpassen zu lassen – Vorhaben gelungen, da zahlt sich die Nachbarschaft dann sogar aus. Fernab aber vom drückenden Sound sind A Million Miles musikalisch gar nicht so leicht einzuordnen wie es vielleicht zuerst den Anschein hat, verbauen sie doch neben den ganzen Heavy-Metal-Einflüssen auch jede Menge klassischen Rock, würzen das Ganze mit sanften Stoner-Elementen und scheuen auch so gar nicht davor zurück, kleinere Ausflüge in den (groovigen) Thrash oder Blues zu unternehmen.

Und so tummeln sich höchst melodische und abwechslungsreiche Songs auf dem Debüt, die aber nicht den notwendigen Druck missen lassen. In der einen Sekunde walzen sie heftig mit „When Skies Fall Down“ los, mischen thrashige Grooveelemente unter, wechseln kurz zu melodischen Rockbeilagen und lassen der Leadgitarre reichlich Spielraum zur Entfaltung, wobei Mona locker zwischen fast growlartigen Arrangements zum leicht gepressten Klargesang hin- und herpendelt. Im Gegensatz dazu zeigen die HamburgerInnen mit „Letter For You“ dann eine deutlich gefühlvollere Seite und bewegen sich auf soul-bluesigem Terrain, wie ihn vergleichsweise The Motherstation anno 1994 auf „Brand New Bag“ vorgelebt haben. A Million Miles vergessen allerdings nicht, mit entsprechenden Rockelementen den Härtegrad erneut anzuheben, wobei auch hier immer wieder die Leadgitarre feine Soli einstreut.

Aber auch so hat „What’s Left Behind“ ausreichend zu bieten. Da wäre das wieder mit einer frech-fröhlichen Leadgitarre untermalte „A Million Miles“, der satt groovende Opener „Death And Beyond“ mit anfänglich tiefer gelegter Mona-Stimme oder das von einer schönen Gesangslinie dominierte „Broken“. Mit dem instrumentalen „Dusk“ leiten A Million Miles dann das nicht minder melodische Ende der CD ein, wobei lediglich „The End“ ein wenig abfällt – geschenkt.

Da fällt doch ein Fazit gar nicht schwer: Statt norddeutsche Unterkühlung liefern A Million Miles mit „What’s Left Behind“ ein fett rockendes Album ab, welches sich schnell in den Gehörgängen einnistet, nicht den notwendige Druck auch für Metaller vermissen lässt, wo Abwechslung groß geschrieben wird, ohne sich zu verzetteln. Da zahlt sich das ständige Touren aus - haben sie so sicherlich genug Routine entwickeln können, um genau zu wissen, wie gute Songs funktionieren. Da freut man sich doch glatt doppelt auf die nächste Tour.

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