Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

A Guy Named Z: A Guy Named Z

Teilweise ansprechend, aber wenig eigenständig
Wertung: 6/10
Genre: Alternative Rock / Alternative Metal
Spielzeit: 49:27
Release: 06.10.2012
Label: Self Records

Der Bandname wirft erste Fragezeichen auf. A Guy Named Z, was soll das sein? Dann heißt das Album gleich auch noch genau so. Ein selbstbetiteltes Debütalbum also. Mutig.

Die Eckdaten lesen sich recht ordentlich. Es gibt zwölf Songs, eine Spielzeit von knapp 50 Minuten und es war ein professioneller Tontechniker mit am Werk (was nicht generell alle selbstproduzierten Platten abwerten soll). Stilistisch haben sich A Guy Named Z dem Alternative Metal und dem Alternative Rock verschrieben. Das ist ein weites Feld, in dem sich ähnlich viele Bands tummeln wie im Death oder Thrash Metal. Hier muss man schon besonders sein, um sich durchzusetzen.

Musikalisch darf man zuerst einmal nicht viel meckern. Die Musiker beherrschen ihre Instrumente und vor allem Drummer Tobi sticht durch sein abwechslungsreiches Spiel immer wieder hervor. Nebenbei wirkt der Trommler auch noch bei einigen Gesangslinien mit. Frontmann Yannick bringt eine gute Stimme für diese Art der Musik mit. Sie klingt rau, etwas verbraucht und recht dominant maskulin. Trotzdem hat er einen schönen Tonumfang zu bieten. Im Gegensatz dazu erweist sich das Gitarrenspiel der Klampfer Sven und Johannes als großteils sehr rhythmusorientiert. Soli und große Melodien sind dünn gesät. Wenn aber welche durchkommen, dann glänzen sie durch großen technischen Aufwand und durch spielerische Präzision. Der Bass von Tim erfährt leider das fast alltägliche Bassistenschicksal und verschwindet fast völlig in der Versenkung. Allein ein subfrequentes Brummen erinnert an den Tieftöner, der gut spielt und es auch verdient hätte, etwas mehr in den Vordergrund gerückt zu werden. Man hätte ja die Gitarren nicht so brutal überproduzieren müssen, dann hätte der Bass auch noch Platz gehabt.

Die Songs sind sehr unterschiedlich ausgefallen. Von richtigen Rockkrachern reicht die Palette nach unten bis zu primitiv langweiligen Passagen. Sehr deutlich wird das schon gleich zu Beginn des Albums. Während „Give It Back“ gleich zu Beginn voll losrockt, kann „Education Effects Everything“ nur mit einem zu kurz geratenen interessanten Refrain aufwarten. Der restliche Titel ist zwar aufwändig arrangiert, kann sich aber kaum ins Gehirn einbrennen. Der Song wirkt, als hätte sich jemand sehr bemüht, einem vorher schlicht langweiligen Stück etwas mehr Leben einzuhauchen. Herausgekommen ist ein langatmiger Song mit einem tollen Gitarrensolo und fürchterlichem Gesang. Außerdem ist der Track immer noch langweilig.

Ganz anders ist dann schon wieder die nächste Nummer ausgefallen. „Now You’re Gone“ beginnt fast balladesk, entwickelt sich aber zum Ende hin zu einem richtigen Brett. Wunderbar. Ein weiterer richtig gelungener Song ist die Nummer „Insane“. Kräftig und geradlinig schrauben sich vor allem das Riff und der starke Gesang direkt ins Hirn.

Genauso turbulent wie zu Beginn der Scheibe geht es auch weiter hinten weiter. Das große Potential der Band schlägt immer wieder durch, kann sich aber nicht vollends durchsetzen. Neben sonst eher durchschnittlichen Nummern glänzt in der zweiten Hälfte der Scheibe vor allem „The Fake Ass Godess Of All Oblivion“. Hier zeigt sich noch einmal, dass die Jungs wirklich was drauf haben.

Ein weiterer Punkt, den man nicht außen vor lassen kann, ist die Frage der Eigenständigkeit. Die Band sticht kaum aus der Masse heraus und setzt sich auch nur geringfügig von anderen Szenegruppen ab. Eine klarere Definition wäre hier wünschenswert. Wer auf alternativen Rock und Metal steht, der sollte durchaus einmal ein Ohr riskieren. Einige Glanzlichter sind ja schon auf der Scheibe zu finden.

comments powered by Disqus

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging